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1162 Worte

Der Wagen rollte gerade in die Stadt, als der morgendliche Trubel begann. Geschmolzener Schnee zog Streifen über den Asphalt, Autos krochen über glatte Straßen, und Ladenbesitzer in dicken Mänteln kratzten den Frost von ihren Schaufenstern. Der Fahrer setzte uns vor dem Café an der Ecke ab – ein Backsteingebäude mit beschlagenen Fenstern, aus denen der Duft von frischem Brot in die kalte Luft strömte. „Danke für die Fahrt“, sagte ich und drückte ihm ein paar Scheine in die Hand. Drinnen war es warm und voll, das Murmeln von Gesprächen mischte sich mit dem Zischen der Espressomaschine. Wir fanden eine Nische an der Wand, von der aus ich sowohl die Tür als auch die Straße im Blick hatte. Amelia rutschte mir gegenüber auf die Bank und umklammerte ihre Teetasse, als wolle sie jede Spur Wärme

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