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1263 Worte

Der Wind hatte aufgefrischt, als wir die Baustelle erreichten. Er peitschte durch das leere Gerippe des Gebäudes, trug den metallischen Geruch von nassem Stahl und Betonstaub mit sich. Der Ort war verlassen – die Arbeiter längst ins Wochenende gegangen. Wir traten ein. Mein Atem hallte viel zu laut. Wir bewegten uns tiefer in die skelettartige Struktur, auf die Treppe zu. Bei jedem Schritt zitterte ich vor Angst, doch das Adrenalin betäubte das Schlimmste. Oben, im obersten Stock – auf einer Seite offen zum Himmel – blieb ich stehen. Mark stand im Türrahmen, lächelte wie ein Mann, der glaubte, schon gewonnen zu haben. Ich warf einen Blick nach rechts, holte tief Luft. „Jetzt hast du die Wahl, Liebling“, sagte er, eisig im Ton. „Du hörst auf zu rennen und kommst mit mir nach Hause. O

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