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SHE In der Schuld meiner Familie

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Drama
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Gerade noch in den Straßen Londons, Masterabschluss in Wirtschaftsrecht und Rechnungswesen in der Tasche – jetzt zurück in Rom. Ihre Eltern empfangen sie mit offenen Armen, doch irgendetwas stimmt nicht. Warum weichen sie all ihren Fragen aus? Was verbergen sie?Nach einem chaotischen Start in ihre neue Realität – Kaugummi im Haar, ruiniertes Kleid, Vorstellungstermine im Nassen – sucht sie Zuflucht im Maßatelier ihres Vaters. Doch dort trifft sie auf mehr als nur Stoffe und Nadeln: Männer in dunklen Anzügen zerstören den Laden, fordern Geld – viel Geld.Als sie spontan in einen vergessenen Anzug schlüpft, um nicht erkannt zu werden, nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung: Sie wird für einen jungen Mann gehalten – und ausgerechnet das rettet sie. „So einen wie dich können wir gut gebrauchen“, sagt einer der Schläger. Ihr Vater schweigt. Um ihn zu schützen, spielt sie mit – aus She wird He. Doch ausgerechnet der neue Boss – charismatisch, eiskalt und viel zu attraktiv – scheint sich zunehmend für „ihn“ zu interessieren. Während er beginnt, seine eigene Orientierung zu hinterfragen, kämpft sie nicht nur mit der Angst, entdeckt zu werden, sondern auch mit den eigenen Gefühlen.Wie lange kann sie dieses gefährliche Spiel spielen, ohne aufzufliegen? Und was passiert, wenn Herz und Wahrheit nicht länger zu verstecken sind?

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Kapitel 1 - Der letzte Tag im London
Kapitel 1 - Der letzte Tag in London Patricia Moretti stand am Fenster ihres kleinen Apartments in Waterloo und blickte hinaus auf die graue, aber vertraute Skyline Londons. Es war ihr letzter Tag hier. Das letzte Mal, dass sie diesen Ausblick hatte. Das letzte Mal, dass sie in dieser Wohnung wach wurde, die ein Jahr lang ihr Zuhause gewesen war. Ein Jahr Masterstudium in Business Law – Wirtschaftsrecht –, und das am King’s College London. Sie hatte sich reingehängt, alles gegeben. Ihr Vater hatte sie von Anfang an unterstützt. „Mach dir keine Sorgen ums Geld, Figlia mia. Konzentrier dich aufs Studium. Der Rest ist meine Sorge.“ Und das hatte sie getan. Keine Nebenjobs, keine Ablenkung. Einfach nur lernen, leben, wachsen. Und sie war gewachsen. London hatte sie verändert. Reifer gemacht. Selbstständiger. Hier war sie ganz bei sich gewesen. Die Stadt war laut, bunt, wild und gleichzeitig irgendwie anonym. Genau das hatte sie so geliebt. Niemand interessierte sich dafür, was du anhattest, wen du mochtest oder wie du dein Leben führtest. Jeder ging einfach seinen Weg. Anders als in Rom, wo jede Bewegung kommentiert, jeder Stil bewertet wurde. Ihr Apartment war klein gewesen, fast winzig, aber süß. Hoch über den Straßen von Waterloo, mit Blick aufs London Eye, wenn sie sich ein bisschen über die Fensterbank lehnte. Es war ein Ort der Ruhe geworden, obwohl sie sich nie wirklich zum Lernen motivieren konnte, wenn es zu still war. Sie brauchte Menschen um sich. Bewegung. Gespräche im Hintergrund. Deshalb war der Bus zu ihrer zweiten Bibliothek geworden. Sie liebte das Busfahren. Auch wenn sie es anfangs gehasst hatte. Die langen Wartezeiten, das Gedränge, die Verspätungen. Aber mit der Zeit hatte sie ihre ganz eigenen Routen entdeckt. Ihre Lieblingslinien. Ihre Lernrouten. Von Kensal Rise bis zur Victoria Station – stundenlang saß sie manchmal im Doppeldecker oben, mit ihren Unterlagen auf dem Schoß und Blick auf die vorbeiziehenden Straßen. Sie las, markierte, lernte aber noch lieber beobachtete sie die Leute. Alte Damen mit Hüten, Teenager mit pinken Haaren, Geschäftsleute im Eiltempo und Musiker mit offenen Gitarrenkoffern. Jeder von ihnen erzählte ihr eine kleine Geschichte, ganz ohne Worte. Die Underground dagegen hatte sie nie so recht ins Herz geschlossen. Zu eng, zu hektisch, zu tief unter der Erde. Der Bus gab ihr das Gefühl, Teil des Geschehens zu sein. Ein kleiner stiller Beobachter im Großstadtgetümmel. Heute Vormittag hatte sie schon alles gepackt. Morgen früh würde die Übergabe anstehen. Ein letzter Blick zurück, ein letztes Schloss, das sich schließt. Heute Abend wollte sie mit ihren Freundinnen noch einmal in ihre Lieblingsbar, Lichter, Musik, ein bisschen Wehmut und ganz sicher ein paar Tränen. Aber jetzt? Jetzt wollte sie noch einmal in den Hyde Park. Mit dem Bus natürlich. Noch einmal ihre Route fahren. Noch einmal spüren, wie es ist, hier zu sein – frei, anonym, lebendig. Sie griff nach ihrer Tasche, schob sich die Sonnenbrille ins Haar und atmete tief durch. „Ciao, London“, murmelte sie. „Noch nicht ganz – aber fast.“ Patricia stieg in der Victoria Station aus, ihre Tasche fest umklammert, das Herz ein bisschen schwer. Sie war viel hier gewesen. Oft auf dem Weg zur Bibliothek, manchmal einfach zum Beobachten, zum Denken. Aber heute war etwas anders. Heute war der letzte Tag. Sie bahnte sich den Weg durch die Menge, zielstrebig in Richtung Bussteig, so wie sie es schon unzählige Male gemacht hatte. Und da stand er auch schon – Bus 52 – wie ein vertrauter Anker in der wuseligen Stadt. Und davor: Russell, ihr Lieblingsfahrer, wie immer mit seinem leicht schief sitzenden Käppi und dem verschmitzten Grinsen. Sie strahlte, als sie auf ihn zuging. „Russell!“ rief sie, und ihre Stimme hallte durch die halbleere Halle. Er sah auf, erkannte sie sofort und grinste noch breiter. „Na, wen haben wir denn da? Unsere italienische Rechtsgelehrte!“, sagte er mit gespieltem Ernst und öffnete die Tür von innen, noch bevor sie klopfen konnte. Sie stieg nicht ein, blieb draußen vor ihm stehen, zog die kleine Papiertüte aus ihrer Tasche und hielt sie ihm hin. „Heute ist mein letzter Tag hier. Und ich hab was mitgebracht.“ Russell zog überrascht die Augenbrauen hoch und griff neugierig nach dem kleinen Geschenk. Als er die Krawatte herauszog, dunkelblau, fein genäht, mit einem kleinen roten London-Bus als Muster. Lachte er so herzlich, dass sogar ein paar Tauben aufflogen. „Ist die von deinem Vater?“ Patricia nickte. „Extra für dich. Handgemacht in Rom. Wenn du die trägst, wirst du von italienischen Modegöttern persönlich beschützt.“ Er lachte wieder, dann wurde er für einen Moment ernst und zog sie in eine unerwartet feste Umarmung. „Ich werd dich vermissen, Patricia. War schön, dich in meinen Pausen um mich zu haben. Auch wenn du da oben in der Ecke meistens mit deinen Gesetzestexten verschwunden warst.“ Sie schmunzelte. „Und trotzdem hast du immer gesehen, wenn ich Kaffee brauchte.“ „Oder Schokolade.“ „Oder Gesellschaft.“ Beide lachten. „Fährst du heute die 52 Richtung Kensal Rise?“ fragte sie. „Ja, aber erst in einer Stunde. Hab noch Pause.“ Sie nickte. „Dann fahr ich schon mal vor. Steig am Hyde Park aus, schau ihn mir noch mal an um die Eichhörnchen zu füttern. Letztes Mal… wer weiß, wann ich wiederkomme.“ „Und deinen Platz oben rechts? Den halte ich frei.“ „Bitte mit Schild!“ rief sie lachend. „Achtung, Achtung – Platz gesperrt.“ Er deutete eine Verbeugung an. „Kommt sofort.“ Patricia lachte, winkte und stieg dann in den nächsten Bus ein. Nicht der 52, nicht Russell – aber einer, der sie ein letztes Mal durch ihre geliebte Stadt trug. Und oben rechts am Fenster saß sie – ihr Platz, ihr Blick, ihr London. Als Patrizia am Abend in ihr Apartment zurückkam, fühlte sie sich ziemlich erledigt, aber zufrieden. Der Tag hatte ihre Gedanken mehr bewegt, als sie erwartet hatte. Alles war so vertraut gewesen, und gleichzeitig spürte sie, wie der Abschied näherkam, greifbar, fast wie ein leiser Druck in der Brust. In einer Stunde würde Lorenzo kommen. Der kleine Bruder ihrer besten Freundin. Wobei – klein war er schon lange nicht mehr. In den letzten Monaten hatten sie viel Zeit miteinander verbracht, seit er ebenfalls nach London gezogen war, um hier zu studieren. Patrizia hatte ihn an die Hand genommen, wie eine große Schwester oder wie jemand, der nicht wollte, dass ein weiterer geliebter Mensch sich in dieser riesigen Stadt verloren fühlt. Sie hatte ihm alles gezeigt, was für sie London ausmachte: Wo es die beste Pizza gab, die cremigste Pasta, den Eiscafé, der wirklich nach Italien schmeckte. Wo man spazieren konnte, wenn der Kopf zu voll war. Wo man sitzen konnte, wenn man einfach mal nichts sagen wollte. Heute Abend wollten sie noch einmal zusammen weggehen. Ein Abschiedsabend. Nicht kitschig, nicht dramatisch – einfach schön. Patrizia warf sich auf ihr Bett, kurz nur, dann stand sie wieder auf. Sie wählte ein kurzes schwarzes Kleid, schlicht, elegant. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Die Heels waren nicht allzu hoch und zur Sicherheit wanderten ein Paar Ballerinas in die Handtasche. Der Nachhauseweg durch London konnte manchmal länger werden, als man dachte. Ein letzter Blick in den Spiegel, ein Spritzer ihres Lieblingsparfums, das leicht nach Vanille und weißem Moschus duftete, dann klopfte es auch schon an der Tür. Sie öffnete und da stand Lorenzo. Charmant wie immer, mit einem scheuen Lächeln, das irgendwie doch immer selbstsicher wirkte. „Sei pronta?“ „Sempre.“ Sie fuhren nach Camden, wollten die bunte Energie noch einmal aufsaugen, das Leben zwischen Musik, Marktlichtern und Gesprächen. Am Ausgang der Underground warteten schon ihre Freundinnen und für ein paar Stunden war alles leicht. Lautes Lachen, kleine Geschichten, ein paar Drinks, aber Patricia hielt sich zurück. Sie wusste, dass der Wecker früh klingeln würde. Es war ihr letzter Abend in dieser Stadt und sie wollte ihn klar erleben, nicht durch einen dicken Alkoholdunst. Kurz vor Mitternacht verabschiedeten sich. Ihre Freundinnen blieben noch, aber Lorenzo brachte Patricia bis zur Tür ihres Apartments. Die Straße war ruhig, ein laues Lüftchen wehte durch die schmalen Gassen. Sie drehte sich zu ihm, um sich zu verabschieden, wollte gerade etwas sagen, da nahm er sie plötzlich in den Arm. Und küsste sie. Nicht überstürzt, nicht plump. Einfach so – warm, entschlossen und voller Gefühl. Patricia erstarrte kurz, völlig überrascht. Als sie sich zurückzog, sah sie ihn fragend an, suchte in seinen Augen nach einer Erklärung. Doch Lorenzo war bereits einen Schritt zurückgetreten, fuhr sich durch die Haare und sah sie entschuldigend an. „Scusa… das war… ich weiß. Aber… warte, bis ich nach Hause komme, Patricia. Dann… dann will ich der Mann sein, den du dir immer erträumt hast.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und ging. Sie stand da, wie angewurzelt. Das Herz pochte. Der Wind spielte mit einem losen Haarsträhnchen. Und London – diese riesige Stadt – war plötzlich ganz still.

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