DESDEMONA Mir stockte der Atem, als ich in ihren scharfen, aber seltsam eleganten Blick geriet. Ihre Anwesenheit ließ meine Brust sich zusammenziehen. Ihre brennenden Augen ruhten auf mir, entgingen keiner meiner Bewegungen. Es war, als könnte sie jeden unausgesprochenen Gedanken in mir lesen. „Folge mir“, sagte sie scharf, ihre Stimme fest und befehlend, ohne Raum für Widerspruch zu lassen. Ich nickte sofort, kaum hörbar. Die Luft um sie herum war von Macht erfüllt; es war keine Bitte, es war ein Befehl. Ich stieg aus dem Wasser, tropfte Wasser rann an meinem Körper herab, während die kalte Luft meine Haut schnitt. Schnell griff ich nach meinem Seidenmantel und warf ihn mir über die Schultern, obwohl er mich kaum vor der Kälte schützte, die mir den Rücken hinunterkroch. Ich rannte ihr

