9. Kapitel

2801 Worte
Heute hatten wir nur am Morgen das Gruppentraining und am Nachmittag stand die Vorführung an, bei der jeder Tribut eine viertel Stunde Zeit hatte, um zu zeigen, was man gelernt hatte. Ich wusste schon was ich machte. Und wie ich das wusste! Ob es aber Hektor wusste, war mir ein Rätsel. Er sprach mit mir nicht darüber. Nur mit Alexis und Markus.  Nach dem Essen kam Ashley zu mir und fragte:„Und? Bist du bereit?" Ich nickte. „Und du weisst, zeige nicht zu viel von deinem Können! So dass du zwar Punkte bekommst aber nicht zu viele!" „Ja, ja, ich weiss! Keine Sorge Ashley, schliesslich war das von Anfang an mein Plan", rechtfertigte ich sie. „Schön bist du dir so sicher bei dem, was du tust", sagte sie noch bevor Hektor sich zu uns gesellte. „Bereit?", fragte er. „Bereit wenn du es bist", antwortete ich ihm und ging zum Aufzug. Als wir im Trainingscenter ankamen, mussten wir zu den anderen Tributen in einen Warteraum gehen.  Bereits nach wenigen Minuten waren alle Tribute anwesend und die Vorführung begann mit der folgenden Ansage: „Seraphina Holister, zur Vorführung melden!" Von da an wurden wir alle 15 Minuten einer weniger bis ich aufgerufen wurde.  Ich ging in den riesigen Trainingsraum, der jetzt fast vollkommen leer war. Schliesslich fehlten jetzt 23 weitere Tribute.  Die Spielemacher schienen sich überhaupt nicht für mich zu interessieren. Wahrscheinlich, weil ich einfach nur das kleine 13-jährige Mädchen aus Distrikt 6 war, nicht mehr und nicht weniger.  'Naja, wenn ihr keine l**t habt mir eure Aufmerksamkeit zu schenken, dann werdet ihr jetzt euer blaues Wunder erleben!' Ich ging also zu dem riesigen Waffengestell, wo ich die hochtechnologischen-Peitschen entdeckt hatte. Blöderweise waren sie wieder zu oberst in dem verdammten Gestell! Ich hatte sie doch extra weiter unten versteckt!  Langsam begann ich das Gestell zu erklimmen. Aber schon bei meinem zweiten Schritt nach oben rutschte ich ab und fiel auf dem Boden.  Aus irgendeinem mir unerklärlichen Grund machte das so einen Krach, dass einige Spielemacher aufschauten und anfingen zu kichern als sie mich am Boden liegen sahen.  'Ha-Ha-Ha! Sehr witzig!' Ich stand auf und versuchte es noch einmal und dieses Mal funktionierte es. Endlich kam ich oben an, schnappte mir die Peitschen und sprang wieder runter.  Da ich ohne Probleme aus solch einer Höhe springen konnte, machte es nicht so ein Lärm wie vorher und die Spielemacher bemerkten mein Vorgehen gar nicht. Gut für mich! Jetzt musste ich nur noch eine Art Balken oder so was an der Decke finden.   Bingo! In einer dunklen Ecke gleich neben dem Podest der Spielemacher war etwa 5 Meter vom Boden entfernt eine Feuerwehrleiter. Ich schlich mich unauffällig zu dieser Ecke und vergewisserte mich noch, ob mich jemand gesehen hatte. Doch niemand sah in meine Richtung.  Mit beiden Armen holte ich Schwung und drückte auf an den Seiten der Stahlrollen auf die Knöpfe, damit die Peitschen ausfuhren und nach oben flogen um die Feuerwehrleiter. Als ich mir sicher war, dass es hält, liess ich die Peitschen wieder einfahren und fuhr auch nach oben.  Ich klammerte mich so leise wie nur möglich an die Leiter und verharrte so einige Sekunden. Ich wollte mir sicher sein, dass niemand merkte wo ich genau war oder was ich vorhatte. Einen Meter rechts von mir begann auch schon das Geländer von dem Podest der Spielemacher. Ich steckte mir die beiden Peitschen in den Gürtel meines Trainingsoutfits und machte einen grossen Schritt nach rechts noch immer die Feuerwehrleiter festhaltend.  Als ich auf dem Rand stand, hielt ich mich an der Ecke fest, während ich versuchte das Gleichgewicht zu bekommen. Ungefähr fünf Meter von mir entfernt sass der erste Spielemacher. Er war aber sehr vertieft in ein Gespräch mit seinem Sitznachbarn und seiner Sitznachbarin. Seneca Crane, der Oberspielmacher, war nirgends zu sehen. Alle redeten mit einander, aber niemand schien zu bemerken, dass das kleine Mädchen aus Distrikt 6 nicht mehr da war. Ich kletterte vorsichtig vom Geländer und entdeckte direkt neben mir einen Früchte-Teller mit einem Apfel, der einfach nur zu köstlich aussah und so konnte ich nicht widerstehen und nahm ihn mir. Doch bevor ich herzhaft reinbeissen konnte ertönte Seneca Cranes Stimme:„Lucy Ocean deine Zeit ist um. Wo steckst du und was hast du gemacht?" Stille. Alle schienen auf eine Antwort zu warten, die jedoch ausblieb. „Lucy Ocean? Deine Zeit ist um. Wo steckst du und was hast du gemacht?", wiederholte er seine Frage. „Sie hatte wohl die Hosen voll und ist abgehauen!", lachte einer der Spielemacher aus der letzten Reihe. Auch die anderen fielen in sein Gelächter mit ein.  'Natürlich! Ich bin abgehauen! Da kennt ihr mich aber schlecht, meine Lieben. Eine Ocean läuft NIEMALS weg!' Ich wartete, bis wieder einigermassen Stille eingekehrt ist, dann gab ich einen empörten Laut von mir und rief aus:„Pha! Ich und abhauen! Ich bin eine Ocean. Eine Ocean haut nicht einfach ab! Das, meine Herrschaften solltet ihr eigentlich mitbekommen haben!" Alle drehten sich abrupt und mit vor Schreck weit geöffneten Augen zu mir um und ich biss endlich in den saftigen Apfel, der ich immer noch in meiner Hand hielt.  „Was..? Wie bist du hier hoch gekommen?! Wachen! Ergreift sie auf der Stelle!", schrie Seneca schon fast verzweifelt.  „Warten Sie und kommen Sie wieder herunter! Ich bin ja schonwieder weg! Es ist nur echt doof, wenn man da unten", ich zeigte nach unten,„irgendetwas macht, aber niemand einem Beachtung schenkt. Und ausserdem hatte ich Hunger und ich stehe auf die Äpfel hier!" Um meine Worte noch einmal zu unterstreichen, biss ich wieder in den Apfel, bevor ich ihn auf das Früchte-Teller zurücklegte und zurück aufs Geländer sprang. Ich nahm meine Peitschen, holte mit einem Arm aus und liess sie wieder um die Feuerwehrleiter schwingen. Dann, als ich mir sicher war, dass es hält, sprang ich einfach vom Geländer herunter. Da die Peitschen mit meinem Gewicht ausfuhren, geleitete ich elegant an der Wand entlang herunter.  Kaum hatte ich wieder festen Boden unter den Füssen, verliess ich das Trainingscenter ohne ein weiteres Wort des Abschieds. *-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-* „Bist du des Wahnsinns? Weisst du eigentlich, was du da angestellt hast?! Ich dachte ich habe dir Manieren beigebracht!", schimpfte Sephie nun schon seit fast einer viertel Stunde.  „Komm mal wieder runter!", versuchte ich sie jetzt schon zum vierten Mal zu besänftigen.  „Wie soll ich denn bitte wieder runterkommen? Ich bin total unten! Wieso hast du das überhaupt gemacht?" „Also erstens: Es hat mich aufgeregt, dass niemand mir Beachtung geschenkt hat, nur weil ich ein kleines 13-jähriges Mädchen bin, das zufälligerweise auch noch gleich schwach wirkt.  Zweitens: Ashley hat mir gesagt, dass ich etwas mit den Peitschen machen sollte, aber nicht zu viel. Und genau das habe ich gemacht. Niemand hat gesehen wie ich mit den Peitschen hochgekommen bin und alle haben gesehen, wie ich runter gegangen bin und das war nun wirklich nicht sehr spektakulär", erklärte ich besserwisserisch.   „Wie? Soll das heissen, du hast sie auf diese Idee gebracht?! Also von dir hätte ich ganz klar mehr erwartet, meine liebe Ashley!", wandte sich Sephie nun an meine Schwester. „Beruhige dich Sephie! Wie wärs wir essen jetzt zu Abend, dann schauen wir uns die Punktzahlvergebung an und alles ist gut", schlug Ashley gelassen vor. *-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*  Gesagt, getan.  Ungefähr eineinhalb Stunden später befanden wir uns alle wieder im Wohnzimmer und schauten gebannt auf den Fernseher. Caesar Flickerman wird nämlich gleich die Punktzahlen der Tribute verkünden.  Endlich ging es los.  Das Mädchen aus 1 bekam eine stolze 10 und der Junge eine 9. Die beiden aus 2 hatten beide eine 9.  Die anderen Tribute interessierten mich nicht weiter ausser natürlich Deborah und Lucas. Debbie bekam eine 7 und Lucas eine 8! Das war der Hammer! Nach den Tributen aus Distrikt 5, die beide nicht besonders gut waren kamen endlich wir dran.  „Und jetzt zu unseren Tributen aus Distrikt 6. Hektor Kingston, mit einer Punktzahl von 9!", verkündete Caesar und wir brachen in Jubel aus. Das war absolut grossartig! „Und die kleine Lucy Ocean mit einer Punktzahl von 6", fuhr er fort.  „Damit kann man arbeiten. Lucy das war super und Sephie? Worüber hast du dich noch einmal aufgeregt?", wollte Jake wissen.  Beleidigt verliess Sephie den Raum und rauschte in ihr Zimmer davon.   „Ich würde sagen, wir gehen jetzt alle ins Bett. Schliesslich ist morgen der letzte Tag hier und ihr zwei müsst euch noch auf euer Interview vorbereiten", sagte Alexis zu Hektor und mir.  Wir nickten einfach und begaben uns in unsere Zimmer, um gleich darauf in unsere Betten zu fallen. Erst als ich in meinem schönen Himmelbett lag, merkte ich wie müde ich doch eigentlich war und fiel in einen traumlosen, aber trotzdem erhohlsamen Schlaf. *-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-* Ich erwachte durch ein riesengrosses Gepolter vor meiner Zimmertür. Es hörte sich an, als würde jemand mit einem Kochlöffel auf eine Bratpfanne hauen und dabei schreien wie ein Irrer.  Meine Vermutungen bestätigten sich, als ich mich mühsam aus meinem Bett erhob, durch mein Zimmer schlurfte und die Zimmertür öffnete.  Was ich da sah, liess mich laut loslachen: mein verrückter Mentor Jake und mein fast-grosser Bruder liefen mit einer Pfanne und einer Suppenkelle bei jedem Zimmer vorbei und machten dabei einen solchen Krach, dass man das Gefühl hatte, das ganze Hochhaus würde beben.  „Allesamt aufstehen und zwar zackig! Heute ist der letzte Tag und der wird ganz bestimmt nicht verschlafen!", schrie Jake aus vollem Halse.   Eine fuchsteufelswilde Sephie kam samt Gurkenmaske und pinken Seidenschlafanzug aus ihrem Zimmer gestürmt:„Was heisst hier den Tag verschlafen?! Es ist erst 8:00 Uhr!" „Ja, aber die Interviews beginnen um 15:00 Uhr, was bedeutet, dass wir nur noch 7 Stunden Zeit haben, um uns vorzubereiten", erklärte Hektor, mit dem Kinn gegen den Himmel gestreckt, besserwisserisch.  „Meine Güte! Macht doch was ihr nicht lassen könnt. Ich aber brauche meinen Schönheitsschlaf und deshalb lege ich mich jetzt auf der Stelle wieder ins Bett", zischte Sephie genervt und schlug ihre Zimmertür wieder zu.   Wir anderen gingen frühstücken und dann schauten wir noch kurz etwas Fernsehen und dann ging es los mit den Vorbereitungen. Ashley und Alexis zogen mich in mein Zimmer und begannen mir allerlei Dinge zu erzählen, was ich tun und lassen sollte gerade während dem Interview. „Es ist wichtig, dass du immer freundlich bist!", erklärte Alexis. „Du darfst auf keinen Fall etwas gegen die Spiele einwenden, da sind die Leute aus dem Kapitol nämlich nicht sehr gut darauf zu sprechen", sagte meine Schwester.  „Erzähle Dinge von dir, die witzig sind oder irgend ein Erlebnis. Wie zum Beispiel das Honig-Missgeschick im Zug."  „In deinem Fall musst du schwach und zerbrechlich wirken. Dein Ziel ist es nicht Sponsoren zu sammeln! Das übernimmt Hektor.  „Bringe die Leute zum Lachen und gib auf Caesars Fragen keine einsilbigen Antworten." Und noch Vieles mehr. Als es dann 13:00 Ihr war, kamen Mika und mein Vorbereitungsteam, um mich für die Show fertigzumachen.  Er zeigte mir das Kleid und ich war sofort verliebt! Es war so wunderschön, dass ich es selbst gar nicht glauben konnte! Es war hellgrün, fast weiss, doch über diese Schicht war noch eine. Ein grünes Seidentuch hing locker über das ganze Kleid. Vorne an der Hüfte wurde das Tuch zusammengenommen und hochgezogen. Zusammen mit drei hübschen ebenfalls grün-türkisen Stoffrosen. Es hatte nur auf einer Seite einen Träger und das waren einfach aneinandergenähte Stoffblumen. Im Grossen und Ganzen könnte ich es glatt mit einem Hochzeitskleid verwechseln!  Mika wellte mir die Haare und flocht sie mir wunderschön um meinen Kopf. Dann durfte ich endlich das Kleid anziehen und ich musste schon sagen: Es war einfach nur perfekt!  Meine rote Haarpracht kam in dem Kleid erstaunlich gut zur Geltung und es sah irgendwie aus, als ob eine Wiese oder ein Wald in Brand steckte. Jedenfalls war es beeindruckend!  Mika gab mir einfach ein paar Ballerinas, da er fand, dass High Heels für mich nicht nötig waren. Ausserdem sah man diese unter dem Kleid sowieso nicht.  Als ich fertig war, verliess ich mein Zimmer und ging zum Aufzug, wo bereits alle auf mich warteten. Als sie mich sahen, staunten sie nicht schlecht.  „Ach du heilige Scheisse! Bei meiner Sexyness, Lucy! Mann siehst du heiss aus! Und das mein ich wortwörtlich. Du wirst alle anderen Tribute total in den Schatten stellen das schwör ich dir!", sagte Jake verblüfft und ich musste lachen.  „Danke! Aber können wir jetzt bitte runtergehen? Ich habe keine l**t die Letzte zu sein und damit noch mehr Aufmerksamkeit erregen!"   Gesagt, getan.   Doch trotzdem, dass ich die anderen noch gestresst hatte, waren wir die Letzten und so ziemlich alle Blicke der Tribute lagen auf mir. Kein Wunder bei dem Kleid! Hektor und ich stellten uns in die Reihe an unseren Platz und dann ging es auch schon los mit den Interviews.  Bei den Karrieros hörte ich noch so einigermassen zu und ich musste mir wirklich einen Würgereiz unterdrücken.  Von wegen, dass es eine Ehre sei, wenn man seinen Distrikt in den Spielen vertritt.  Ich verstehe nicht, wieso das eine Ehre sein soll! Schliesslich kann nur einer gewinnen und nicht alle vier. Merken diese Idioten das erst mitten in den Spielen, oder was?! Jedenfalls schleimten sie etwas zu fest für meinen Geschmack.  Nachdem Tyler als letzter Karriero die Bühne verliess, fing ich an mir Gedanken zu machen, was ich sagen und erzählen wollte. Ashley und Alexis haben mir nur gesagt, was ich nicht sagen darf und dass ich immer lächeln muss, aber nicht mehr und nicht weniger.  So ein Schlamassel!  Ehe ich mich versah kam ich auch schon dran und ich wurde von Caesar auf die Bühne gerufen.   „Da ist sie! Die jüngste dieses Jahr und in was für einem Kleid! HAHAHAHA", lachte er, als ich die riesengrosse Bühne zögernd betrat.  „Hallo Lucy Ocean! Das muss ich dir jetzt einfach sagen: Du siehst umwerfend aus in diesem Kleid! Es betont deine unglaublichen Haare" „Oh vielen Dank Caesar! Ich fühle mich geschmeichelt", nein tat ich nicht, da er das bis jetzt jedem Mädchen gesagt hatte,„weisst du was ich daran besonders mag? Ich sehe aus wie ein Waldbrand!", erzählte ich fröhlich und die Leute im Kapitol fingen an zu lachen.  „Hahaha was für ein interessanter aber doch naheliegender Vergleich, Lucy Ocean. Lass uns doch hinsetzen", bot der Moderator mir an und ich liess mich auf einen Sessel fallen.  „Sag mal Lucy, wie gefällt dir das Kapitol so?" „Naja... Gefallen tut es mir wahnsinnig...", ich beendete den Satz absichtlich so, als wollte ich noch etwas sagen, damit Caesar nachfragte.  „Aber? Du wolltest noch etwas anhängen, ich weiss es! Spuck es schon aus!", hackte er wie gewünscht nach.  „Ich hatte einen... Nunja... Nicht gerade angenehmen Zwischenfall mit euren Duschen" „Jetzt sind wir aber neugierig! Was ist passiert?" „Ich möchte eigentlich nicht tiefer in dieses Thema eintauchen. Ich sage nur, dass ich nach der Dusche aus einem mir unerklärlichen Grund grüne Haut hatte und von oben bis unten voller Honig war" Das Kapitol, oder eher die Leute, brachen in brüllendes Gelächter aus.  'Wow Leute! So witzig war das doch gar nicht?!' „Hahaha Oh je! Ich glaube dir gern, dass du da nicht zu viel darüber reden willst, deshalb machen wir bei einem anderen Thema weiter. Wir haben dich alle gesehen an dem Tag, an dem sie überall Kameras im Trainingscenter aufgebaut hatten. Das war unglaublich! Erzähl uns was da genau passiert ist!", forderte er mich weiter auf. „Also dass war so: Ich wollte Bogenschiessen lernen. Was macht man, wenn man das will? Genau! Man schnappt sich einen Bogen und einen Pfeil und dann will man ihn abfeuern. Ich konnte das aber nicht und so traf ich folgendermassen die Zielscheibe auch nicht, sondern unseren lieben Tyler. Als er mir dann aber den Hals umdrehen wollte, bekam ich Panik und deshalb rannte ich zu den Kletter-Posten, da Klettern das einzige ist, was ich wirklich kann. Zu Hause in Distrikt 6 kletterte ich auch sehr viel und bin oft von etwas höheren Bäumen runtergesprungen. So hatte ich bereits Übung und die drei letzten Meter meiner Flucht konnte ich ohne Probleme noch springen", schilderte ich das Geschehen kurz und bündig.  „Wow, Lucy! Das war genial! Das war genial.  Dann nächste Frage: Wer ist Jason Kingston? Was für eine Beziehung hast du mit ihm? Und jetzt sag nicht keine, denn wir alle wissen, dass da noch etwas im Busch ist." Als ich Jasons Namen hörte, spürte ich, wie mir jegliche Farbe aus dem Gesicht wich.  'Verdammt! Was erzähle ich ihnen jetzt?! Soll ich ihnen sagen, dass wir ein Paar sind oder nicht? Jason wollte es an seinem Interview, von zu Hause nicht sagen. Aber er sagte auch, dass ich es sagen soll wenn ich will.  Will ich es ihnen sagen?'
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