Kapitel 9

1783 Worte

Der Morgen im Tal der stillen Winde begann mit einem Geräusch, das Phoebe nie zuvor gehört hatte. Kein Windheulen. Kein Knirschen von Schnee. Stattdessen ein leises, rhythmisches Summen, als würde die Erde selbst atmen. Sie erwachte langsam, Georges Arm schwer über ihrer Taille, sein Atem warm an ihrem Nacken. Das Band zwischen ihnen pulsierte sanft, gleichmäßig, wie ein zweiter Herzschlag, der sich mit ihrem eigenen abgestimmt hatte. Sie drehte sich in seinen Armen. Seine Augen öffneten sich sofort, grau und wachsam, doch die Härte, die früher immer darin gelegen hatte, war fast vollständig verschwunden. Stattdessen lag etwas Weiches darin, etwas, das er selbst noch nicht ganz zu benennen wusste. „Du bist wach“, murmelte er. „Ich habe geträumt“, flüsterte sie. „Von einem Kind. Es hatte

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