Das unbekannte Opfer

1252 Worte

Emily’s Sicht Ich hielt den Fremden ständig im Auge, meine Augen verließen seine regungslose Gestalt keinen Moment. Jeder flache Atemzug, den er nahm, fühlte sich wie ein kleiner Sieg an. Schweigend flehte ich ihn an, aufzuwachen, mir ein Zeichen zu geben, dass es ihm gut gehen würde. Der antiseptische Geruch des Krankenhauses vermischte sich mit dem metallischen Hauch von Blut, der noch an seiner Kleidung haftete. Ich wollte die ganze Nacht wach bleiben, doch die Erschöpfung übermannte mich schließlich. Meine Träume bestanden aus zersplitterten Bildern: ihn finden, die dunkle Gasse, die klebrige Wärme von Blut an meinen Händen und wie seine Augenlider gezuckt hatten, als ich um Hilfe gerufen hatte. Mehr als einmal schreckte ich auf und überprüfte sofort, ob er noch atmete. „Guten Morge

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