ALISAS SICHT Der Morgen nach der angedrohten Mediation des Rates war wie ein Fieber vergangen, das ich mich weigerte, ausbrechen zu lassen. Ich wachte mit Kaels Arm auf, der noch über meine Taille gelegt war, sein Atem gleichmäßig und tief gegen mein Haar. Das Penthouse war still, abgesehen vom leisen Summen der Stadt weit unten, und zum ersten Mal seit Wochen fühlte sich die Stille wie ein Geschenk an statt wie ein Käfig. Ich lag noch einen Moment da, strich mit der Fingerspitze die Linie seiner Schulter nach und ließ die Wärme seiner Haut in meine Knochen sickern. Das war kein Traum. Das war real, und ich rannte nicht mehr davor weg. Ich glitt vorsichtig aus dem Bett, zog den Bademantel über meine Haut und schlich in die Küche, wo die Kaffeemaschine bereits ihren leisen Zyklus begonne

