Kapitel 42

2072 Worte

ALISAS SICHT Die Dämmerung schlich durch die hohen Fenster des Hüttenhauses, malte den Holzboden in weiches Gold und verwandelte die Bäume draußen in eine Wand aus smaragdgrünem Schatten. Ich wachte langsam auf, die Laken um meine Beine geschlungen, die Wärme von Kaels Körper noch an meinen Rücken gepresst. Sein Arm lag über meiner Taille, schwer und vertraut, und einen langen Moment atmete ich ihn einfach ein – Zedernholz, Regen und den leisen Hauch der Seife, die er auf der Fahrt hierher benutzt hatte. Die Angst, die jahrelang in meiner Brust gelebt hatte, war zu etwas Kleinerem geschrumpft, beinahe handhabbar, wie ein Schatten, der sich weigerte zu verschwinden, aber den Raum nicht mehr beherrschte. Ich drehte mich vorsichtig in seinen Armen und legte die Stirn an seine Schulter. Se

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