ALINA Ich stand draußen vor meiner Wohnungstür. Verdammt. Ich hätte ihr nicht erzählen dürfen, was passiert war, aber zu meiner Verteidigung: Ich musste mit jemandem reden und ich konnte es sonst niemandem anvertrauen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass sie sofort hierher stürmen würde. Das war das Letzte, was mein armer Moritz jetzt brauchte – ein Verhör durch meine Mutter. Mein Herz hämmerte schwer und schnell, während ich im Flur auf und ab lief. Was geschah da drinnen? Was wollte sie ihm sagen, das ich nicht hören durfte? Wusste sie etwa etwas? Vielleicht… aber was? Ich presste mein Ohr an die Tür, um zu lauschen. Stille. Immerhin gab es kein Geschrei, schätze ich. Ich begann wieder auf und ab zu laufen, nur um kurz darauf zurückzueilen und erneut zu lauschen. Was, wenn sie s

