Ich rannte, ich rannte weg. Vor meinen Eltern. Sie schrien, sie schrien mir Schimpfwörter hinterher. Ich rannte, doch ich wusste nicht wohin. Dann stolperte ich über eine Wurzel und fiel.
Mitten in der Nacht schrak ich schweißgebadet hoch, ich hatte geträumt. Ich bekam Panik als ich ein Geräusch hörte. Jemand atmete tief, als würde er schlafen. Dann fiel es mir ein Remus! Ich legte mich lächelnd wieder hin und schaute ihn an. Sein Brustkorb hob und senkte sich ganz ruhig und er atmete vorsichtig. Dann schlief ich wieder ein und auch durch bis zum morgen.
Ich wachte ruckartig auf, als die meine Zimmertür aufgerissen wurde und ich James Stimme hörte: "Einen wunderschönen Guten Morgen Frida, ich dachte du und Remus wolltet in die..." er stockte und starrte auf mein Bett. "Hey, ich wünsche dir auch einen guten Morgen. Was ist los?" antwortete ich verwirrt über seinen plötzlichen Stimmungsumschwung und setzte mich hin. Er starrte nach wie vor auf das Bett und stotterte: "Ähm...Ich wollte euch nicht stören." Dann realisiert ich was er meinte und sah das auch Remus wachgeworden war. Er sah trotz des verschlafenen Gesichtsausdrucks und der verwuschelten Haaren wirklich süß aus. Er sah sich um, dann bemerkte er James der im Türrahmen stand. Er riss seine Auge auf und setzte sich hektisch hin. "Hi James" sagte er und wurde rot, anschließend strich er sich durch die Haare und sah James an. Remus war anscheinend eine Person die andauernd rot wird. Dann begann ich zu lachen, einfach so brach ich in ein schallendes Lachen aus. Ich ließ mich auf mein Kissen fallen und lachte einfach weiter, James und Remus sahen mich Stirnrunzelnd an und James trat weiter ins Zimmer ein.
Als ich mich schlussendlich beruhigt hatte, setzte ich mich wieder hin und James sagte: "Also, was ist hier los?" fragte er nun etwas entsetzter. Also begann Remus zu erklären: "Ich bin gestern Abend zu Frida gegangen weil ich wissen wollte wann wir heute in die Winkelgasse aufbrechen wollten und dann haben wir uns unterhalten, bis spät in die Nacht. Dann sind wir einfach eingeschlafen und nichts weiter" Remus sah James strafend an und strich sich erneut durch seine Haare. Zum Glück lies er meine wirklich peinliche Frage von gestern Abend aus. Ich schlug meine Bettdecke zurück und stand auf, daraufhin zog ich die Gardinen auf und das grelle Sonnenlicht strömte hinein und erhellte das gesamte Zimmer. Remus blinzelte verschlafen und kurz bevor ich ins Badezimmer verschwand konnte ich zwei verschwörerische Blicke zwischen den beiden sehen.
Als ich wieder heraus kam waren James und Remus verschwunden und es lag ein Zettel auf meinem Bett. Er war von Mrs. Potter, darauf stand: ,,Ich habe einige deiner Kleidung und Sachen aus deinem Zuhause herbringen lassen." Meine Sachen! Ich öffnete den Schrank und die Kommode, dort hingen alle meine Sachen fein säuberlich auf Bügel aufgehängt und in der Kommode lag der Rest der Anziehsachen zusammengelegt. Daneben standen all meine Schuhe in eine Reihe an der Wand und da waren nicht gerade wenig. Außerdem lagen auch noch ein paar meiner Bücher auf dem Nachtschrank und ein paar andere persönliche Dinge von Zuhause. Ich entschied mich schlussendlich für ein weißes Kleid und schwarze High-Heels, jedoch nicht so hohe da ich mir vorstellen konnte das wir heute sehr viel laufen werden. Dann legte ich mir noch eine silberne Kette mit einem blauen Anhänger um und zwei silbernen Kettchen brachte ich an meinem rechten Handgelenk an. Zum Schluss schminkte ich mich noch mit Wimperntusche und rotem Lippenstift. Ich liebe Lippenstift genauso wie das lesen. Ich überprüfte ob ich alles hatte und verließ das Zimmer.
Remus stand bereits unten und wartete auf mich, auch James, Sirius, Mrs. Und Mr. Potter ebenfalls. Ich sah auf meine Schuhe, während ich die Treppe runter ging, damit ich mir nicht auch noch den Hals brach. Zum Glück kam ich heil unten an und lächelte alle an. Von James, Sirius und Mr. Potter bekam ich das selbe Lächeln zurück, so ein ansteckendes Grinse Lächeln. Mrs. Potter und Remus lächelten eher vorsichtig und zurückhaltend. Wir gingen in die Bibliothek des Hauses und alle stellten sich rings um den Kamin, ich ebenfalls. Ich verstand nicht wieso doch das änderte sich schnell als Remus etwas schwarzes Pulver nahm und sich dann in den Kamin stellte. Er schmiss das Pulver vor seine Füße und sagte laut und deutlich: ,,Winkelgasse." Dann flammten grüne Flamen auf und er verschwand. Ich riss meine Augen auf und mein Herzschlag sowohl als auch meine Atmung beschleunigte sich schlagartig. Das sollte ich auch machen? Um Himmels willen!
Offenbar bemerkten die anderen meine Aufregung oder sollte ich es besser Panik nennen. Mrs. Potter beruhigte mich und sagte: ,,Alles gut, dass ist nicht schwer sieh du machst es wie Remus, du nimmst etwas Flohpulver stellst dich in den Kamin, sagst sehr laut und deutlich das Wort ,,Winkelgasse" und wirfst es hinab." Okay Frida beruhige dich es ist ganz einfach, es ist ganz einfach dachte ich mir und nahm etwas Flohpulver und ging dann in den Kamin hinein. Dann warf ich es hinab und rief: ,,Winkelgasse." Ebenfalls grüne Flammen bildeten sich vor meinen Füßen, doch sie waren nicht heiß. Nein, ganz im Gegenteil sie waren eher kühl. Ich schloss meines Augen um nichts von dem rußigen Pulver hinein zu bekommen. Es war eine sehr schlaue Idee wie ich schnell bemerkte denn das Pulver flog bis zum meinen Haaren hoch. Erst als ich Remus Stimme hörte öffnete ich sie wieder und holte Luft. "Na endlich, ich hatte schon Angst das du woanders raus geflogen bist" sagte er und sah mich erleichtert an. Wir standen in einem schäbigen, alten Pub voller Leute. Ich war warm und roch nach schalem Bier und stinkenden Leuten. "Komm lass uns gehen, ich hasse diesen Laden" sagte er und nahm meine Hand, er führte mich zur Tür und dann hinaus. Das war der Tropfende Kessel, der wohl ekelhafteste Laden ganz Londons fügte er noch hinzu und blieb davor stehen. Ich nickte und sah mich um. Überall Läden in allen verschiedene Farben, Formen und Größen, manche waren gut besucht und manche waren leer. Vor vielen Läden sammelten sich Menschen Mengen mit Spitzen Hüten, Umhängen oder Zauberstäben. Sie unterhielten sich angeregt und es war wie an einem Samstag Nachmittag in einer Shoppingmall.
"Wow, es ist... wunderschön" ich strahlte ihn voller Freude an und wir schlenderten langsam los. Remus hielt vor einem braunen Backstein Gebäude an und sah mich an. Er hatte vier Schaufenster wo ein paar der Zauberstäbe ausgestellt waren. Dazwischen stand in großer Schrift: ,,Olivanders." ,,Das ist Olivanders Zauberstab Laden, hier gibt es die besten Zauberstäbe überhaupt, ich habe meinen auch von hier" sagte er lächelnd und hielt den dünnen, hellbraunen Stab mit einer kleinen Kugel am Ende hoch. Ich öffnete die kleine Tür mit dem Glasfenster und betrat den Laden, ich hielt die Tür so lange offen das Remus auch noch hindurch gehe konnte und er bedankte sich leise. Mr. Ollivanders rief Remus und plötzlich schaute ein älterer Mann mit zerzaustem grauen Haar hinter einen Stapel voller Schachteln auf und sah uns an. "Mr. Lupin? Was machen sie denn hier ist ihr Zauberstab gebrochen? Zypresse, Einhornhaar, 10 ¾ Zoll lang und biegsam richtig?" sagte er langsam und sehr bedächtig. Remus antwortete: ,,Ja das stimmt aber ich bin wegen einer...Äh...Freundin hier" er nickte mit dem Kopf zu mir rüber und nun bemerkte Mr. Ollivanders auch mich und betrachtet mich. "Oh tut mir Leid miss..." "Genz! Aber nennen sie mich bitte Frida" fiel ich ihm ins Wort. "Wunderbar Frida, also wollen wir anfangen?" fragte er fröhlich und schmunzelte. Ich bemerkte ein vorsichtiges: ,,Ja" und schritt vor den kleinen Ladentisch. Er wuselte nach hinten und kam mit drei Schachteln wieder, sie warn schmal und edel eingepackt. Er legte alle drei vor mich und öffnete sie, er zeigte auf denn ersten der Zauberstäbe und dann sagte er: ,,der ist aus Eschenholz, Veela Haar, 8 Zoll lang uns starr.." Ich hob ihn an und... Was sollte ich jetzt tun? Ich sah Mr. Ollivanders verwirrt an, genau wie er mich." Schwingen sie ihn!" rief er mir zu und ich tat wie mir Geheiß. Der Zauberstab war leicht und bewegte sich wie eine Feder durch die Luft bis mehrere Zauberstab Verpackungen aus den Regalen flogen und Mr. Ollivander mir den Stab hektisch wieder abnahm. Ich sah geschockt Remus an doch der lächelte nur beruhigend: ,,da ist ganz normal, warte nur ab." Ich drehte mich wieder herum und nahm den zweiten in die Hand. ,,Weißdornholz, Drachenherzfasern, 10 ¾ Zoll lang und elastisch" sagte Mr. Olivander wieder und als ich ihn bewegte zersprang eine Glasscheibe hinter mir. Ich, Remus und Mr. Olivander zuckten alle drei gleichzeitig zusammen. "Nein, Nein das auch nicht probieren sie bitte den letzten aus" sagte er in Gedanken versunken. Vorsichtig nahm ich den letzten der auf dem Ladentisch lag, darauf gefasst das bei meinem Glück wahrscheinlich der ganze Laden explodieren würde. Doch das passierte nicht, es wurde warm und meine Haare flogen hoch. Ich fühlte mich als würde ich fliegen, leicht und frei! "Prima, Prima! Rosenholz, Pfönixfedern, 10 ¾ Zoll lang und steif rief er entzückt und hüpfte hoch. Ein toller Zauberstab!"
Ich nahm ihn in die Hand und begutachtete ihn genau er war dunkelbraun bis schwarz und sehr dünn. Es war sehr schlicht nur am Ende war er rund mit einem Rosenmuster an den Seiten. Remus trat nach vorne neben mich und griff in seine Hosentasche, er zog fünf goldene Münzen hinaus und legte sie auf die Ladentheke. Es war kein normales Geld denn darauf war ein kleiner Drache abgebildet, sie glänzte und an der Seite stand, ebenfalls in golden glänzender Schrift: ,,Galleonen. Zauberergeld!" Ich reagierte schnell und erwiderte: ,,Oh Nein vergiss es! Ich werde das selbst bezahlen!" Ich starrte ihn völlig entsetzt an und versucht etwas aus meiner Hosentasche zu ziehen, bis ich bemerkte das ich ja ein Kleid trug. Verdammt flüsterte ich leise doch Remus bekam es trotzdem mit. Er schob Mr. Ollivanders die 5 goldenen Münzen hin und nahm die Tüte, in die er den Zauberstab gepackt hatte, dann nahm er wieder meine Hand und wir verließen den Laden. Vorher drehte ich mich noch einmal kurz um und rief Mr. Ollivander ein: ,,Tschüss Mr. Ollivander" zu, doch er antwortete nicht. Als wir wieder draußen standen reichte er mir ohne meine Hand los zu lassen die Tüte. "Du kriegst das zurück" sagte ich bestürzt und verdrehte die Augen. Er antwortete mit einem abweisenden: ,,Jaja" und eine abtuenden Geste. Ich bemerkte seine Einstellung und hakte nach: ,,Remus bitte, ich meine es Ernst."
Meine Stimme war wieder ruhiger und ich zog ihn an seiner Hand zurück. Als spürte das sich seine Hand verkrampfte als er mitbekam das er sie immer noch hielt. Er wurde rot und ließ seine Hand sinken. Ich sah ihn mit einer Art ,,Hundeblick an und er musste lachen. Ich grinste auch und wir gingen weiter.
Langsam schlenderten wir durch die Menschenmenge, viele waren noch Kinder im Alter von 11 bis 17 aber auch recht viele Erwachsene. Remus hielt vor einen weiteren Laden an, er war grün mit vielen Glasfenstern .In großen goldenen Buchstaben strahlte er Namen: "Flourish and Blots." Es war ein Buchladen, überall Bücher, alles Schaufenster waren voll davon und drinnen waren so viele Leute das ich keine große l**t hatte rein zu gehen, obwohl ich Bücherläden eigentlich liebte. Ich betrachtet den Zettel den mir Remus reichte, es war eine Bücherliste mit den Fächern die ich mir gestern Nachmittag ausgesucht hatte. Als Wahlfächer belegte ich: Pflege magischer Geschöpfe, Muggelkunde und Alte Runen. Als Pflichtfächer wird: Verwandlung, Zauberkunst, Zaubertränke, Astronomie, Besenflugstunden, Kräuterkunde, Geschichte der Zauberei und Verteidigung gegen die Dunklen Künste angeboten. Um ehrlich zu sein freute ich mich wirklich darauf.
Remus drehte sich zu mir um und sagte erschrocken: ,,Ich bleibe besser hier, da ist es schon voll genug drin." Ich nickte stumm und holte einmal kräftig Luft. Dann gab ich ihm meine Tüte mit dem Zauberstab und ging auf den Laden zu." Warte!" rief Remus mir hinterher" du hast gar kein Geld!" dann griff er in seine Tasche und holte mehrere Münzen raus, diesmal waren auch silberne und Kupfer farbenen dabei." Das sind Galleonen, das Sickel und das Knuts" er zeigte nach einander erst auf die goldenen mit dem Drachen, dann auf die silbernen und zum Schluss auf bronzen farbenen mit einer Ziege oder einem Hirsch drauf. Dann drückte er mir 12 von den goldenen in die Hand und schob mich in Richtung des Ladens: ,,Na los geh schon" sagte er lachend. "Jaja ist ja gut, dass kriegst du aber alles wieder" antwortete ich und lief weiter auf die Tür zu. Ich öffnete die Tür des Geschäfts und betrat ihn, da er wirklich riesig war verteilte sich die Menschenmenge etwas. Ich war völlig aufgeschmissen. ,,Hilfe!" schrie mein Unterbewusstsein und zu meinem Glück bemerkte mich ein Mitarbeiterin und rief mich zu ihr ran: ,,Hogwarts Liebes? Jahr 4, 5 oder 6?" fragte sie mich. "Jahr 5, Dankeschön. Aber ich brauche alle Bücher die nicht geändert werden ab dem ersten Schuljahr. Ich gehe zum ersten mal hin." antwortete ich und sie wuselte los. Später kam die dünne Frau mit roten Haaren zurück und legte einen riesigen Stapel Bücher vor mir ab. Dann zählte sie sich auf und rechnete ab." Also, du brauchst : Lehrbuch der Zaubersprüche Band 5; Miranda Habicht, Theorie der magischen Verteidigung; Wilbert Slinkhard, Magische Hieroglyphen und Logogramme, das Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind; Newt Scamander, Ruhnenübersetzung für Fortgeschrittene, Verwandlung für Fortgeschrittene; Emeric Wendel, Zaubertränke für Fortgeschrittene; Libatius Borage, Tausend Zauberkräuter und -pilze; Phyllida Spore und Geschichte der Zauberei; Bathilda Bagshot." sie packte alle Bücher in braunen Packpapier ein legte alle in eine weiter Tüte hinein." Das wäre dann eine Galleone. Möchten sie noch etwas?" sagt sie und lächelte mich an." Ich schaute mich um und sagte nachdenklich: "Hmm...vielleicht, können sie mir denn was empfehlen." Ich sah die Frau hilflos an und sie sah sich ebenfalls um. Dann konnte ich sie wortwörtlich denken sehen und sie lief wieder los. Ich wartete um die 5 Minuten bis die Frau mit 2 zurückkam und sie vor mir ablegte:" das ist Geschichte Hogwarts, ein Buch wo du alles über die Zauberschule lernen kannst und das hier sind die Märchen von Beedle dem Barden, alles Zauberer Märchen" erzählte sie mir und zeigte immer auf das jeweilige Buch. Ich schaute mir die Bücher eine kurze Zeit lang an und entschied mich dann beide zu nehmen. Ich bezahlte 2 Galeonen, nahm die Tüte mit den Büchern und bedankte mich bei der netten rothaarigen Frau. Dann verließ ich das Geschäft, Remus saß rechts neben dem Laden auf einer Bank und hielt zwei Becher in den Händen. "Hey, da bist du ja wieder" sagte er fröhlich, dann hielt er mir einen der Becher hin und erklärte mir: ,,das ist Butterbier, probier' mal es ist köstlich."
Ich stellte die, gefühlt tonnenschwere Tüte neben die Bank und setzte mich neben ihn, anschließend nahm ich den warmen Becher aus Remus Hand und setzte ihn an meine Lippen an. Als die warme Flüssigkeit durch meine Lippen strömte verspürte ich erneut Wärme wie vorhin mit meinem Zauberstab. Remus hatte recht es schmeckte wirklich köstlich. "Hast du alles bekommen?" erkundigte er um sie Stille zu unterbrechen. "Ja, ich habe auch noch zwei andere gekauft. Geschichte Hogwarts und die Märchen von Beedle dem Barden" antwortete ich und dann fielen mir die Galleone wieder ein. Da ich ja das weißes Kleid trug und keine Hosentasche hatte, hatte ich sie in die Tüte gelegt. Ich kramte die restlichen 10 heraus und hielt sie Remus hin, er hob abwehrend die Hände und sagte: ,,Oh nein vergiss es. Behalte sie!"" Remus, Nein! Das ist so viel Geld! Vergiss es!" sagte ich kopfschüttelnd. Er nahm mir die glänzenden Münzen aus der Hand und stopfte sie tief in die Tüte hinein, sodass ich sie nicht hätte erreichen können, ohne alle Bücher heraus zu nehmen.
Ich sah ihn an und rollte die Augen doch dann ließ ich gut sein. Ich wollte mich nicht mit Remus streiten, dann lehrte ich meinen Becher und sprang auf. Mein Kleid flog hoch und ich musste schnell reagieren und es runter halten, dass man nicht meine Unterwäsche sieht. Remus schmunzelte und unterdrückte irgendeinen Kommentar. Worüber ich wirklich froh war, darauf stand auch Remus auf. Ich wollte gerade meine Tüte anheben als er sie mir weg schnappte und in die Hand nahm. Ich lächelte ihn an und wir gingen weiter vorwärts. Es war ein etwas weiterer Weg zum letzte Laden also fragte ich Remus nach Quidditch: ,,Remus, Mrs. Potter hat den Tag Quidditch erwähnt. Was ist das?" Er begann zu lachen: ,,Oh wenn James und Sirius das hören würden, die würden dich umbringen" sagte er und ich blieb ruckartig stehen, dann schaute ich ihn mit starrem Blick an. "Oh, das war nur ein Scherz!" prustete er vor lachen. Ich musste auch lachen und er begann zu erzählen: ,,Also Quidditch ist eine Art Zaubersport. Man sitzt auf Besen und fliegt über ein Spielfeld, rechts und links in der Luft sind 3 Ringe angebracht. Es gibt 7 Spieler: 3 Jäger, sie werfen sich eine Art Ball zu: den Quaffel und versuchen ihn durch einen der Ringe zu werfen. Dann gibt es jeweils 10 Punkte. 2 Treiber, sie tragen eine Art Baseballschläger in der Hand und versuchen das Gegnerische Team mit einem magischem, sehr brutalem Ball: dem Klatscher abzuschießen. Aber natürlich auch ihre eigenen Leute davor zu schützen. Sirius ist einer der Treiber von Gryffindor. Dann noch den Hüter: er versucht die Torringe zu beschützen und zu guter Letzt der Sucher, er hat im Grunde die schwierigste Aufgabe: er muss einen kleinen goldenen Ball mit Flügeln fangen: der Schnatz. Er ist extrem schnell und kaum zu fassen. Er muss gefangen werden dann ist das Spiel vorbei und dein Team bekommt 150 Punkte. James ist Gryffindors Sucher. Quidditch ist klasse! Ich spiele zwar nicht aber ich sehe den beiden immer zu." Ich hörte gebannt zu und antwortete: ,,Klingt cool, wenn ich dann fliegen kann werde ich das mal versuche."
"Ach und Remus? Was hat das mit den 4 Häusern auf sich?" fragte ich vorsichtig. "Es gibt 4 Stück: Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff uns Slytherin. Gryffindor steht für Mut und Tapferkeit. Ravenclaw für Intelligenz und Weisheit, Hufflepuff für Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit und Slytherin für Ehrgeiz und Stolz." erklärte er mir. "James, Sirius und Ich sind in Gryffindor" fügte er noch hinzu. Wir waren vor dem letzten Geschäft angekommen: "Madam Malkins." Der Laden war in einem strahlenden violett, ebenfalls mit vielen Schaufenster. Ein Kleidergeschäft! Remus hielt mir die Tür auf und lies mich durchgehen. Ich bedankte mich und ging hinein. Madam Malkins war eine kleine, rundliche Frau mit silbern glänzenden Haaren und einem lila Kleid. Es hatte die selbe Farbe wie der Laden anstrich von außen. Sie kam auf uns zu gelaufen und begrüßte uns freundlich: ,,Einen wunderschönen Guten Tag meine lieben, ein Anzug passend mit Kleid?" fragte sie." Nein, nein ich brauche eine Howartsuniform" antwortete ich. "Welches Haus?" fragte sie geistesabwesend während sie ein Maßband ausrollte und schwarzen Stoff aus Schubladen zog. "Also, Äh... das weiß ich noch nicht" antwortete ich kleinlaut. "Ah ok ein quer Einsteiger meine Liebe" quietschte sie fröhlich. Dann führte sie mich zu einem kleinen Podest und ich kletterte hoch. Remus setzte sich auf einen Stuhl und sah mich an. Madam Malkins kam mit schwarzem Stoff, Maßbändern und Sicherheitsnadeln zurück. Dann nahm sie Maße ab, vom Kopf bis zum Fuß, von Schulter zu Schulter, den Kopf-, Taillen-, Hüften- und Brustumfang, von Ohr zu Ohr, von Fuß zu Fuß und vom Hals zum Bauch.
Ich sah Remus an, der sichtlich belustigt aussah. Er das da auf einem der bequemen Polsterstühle, während ich mich nicht bewegen durfte. Ich sah weg um nicht in Gelächter auszubrechen. Dann rollte sich das Maßband automatisch wieder zusammen und verstaute sich wieder in einer Schublade. Der Stoff legte sich wie angegossen um meinen Körper und wurde mit den Nadeln befestigt. Danach wurde er vorsichtig zusammengenäht, gebügelt und gefaltet. Madam Malkins sprach einen Zauber und die Umhänge verdoppelten sich. Sie legte die Umhänge in einen Karton und reichte ihn mir. Remus stand auf nahm mir die Tüte ab und kramte in seiner Tasche herum. Doch ich war schneller, denn kurz bevor Remus sie mir abgenommen hatte, hatte ich 3 der Goldmünzen erhaschen können und gab sie den netten Dame. Remus realisiert erst viel zu spät was gerade passiert war. Da war Madam Malkins schon lange hinten im Laden verschwundene. "Frida!" rief er und sah mich finster an. Oh nein war er etwa sauer auf mich, ich wollte doch nur nicht das er alles für mich bezahlt. "Ich habe von Dumbledore Geld erhalten was ich dir geben soll, die 10 Galleonen! Und für deine Einkäufe hat er mir ebenfalls noch mal extra Geld gegeben" sagt er mit beipflichtendem Ton.
,,Dumbledore hat was?" fragte ich verwirrt." Das war nicht sein Geld sondern das deiner Eltern. Er hat es ihnen erklärt und schlussendlich haben sie eingewilligt die Geld zu geben Dumbledore hat es dann umgetauscht und mir gegeben" erklärte er während ich langsam zum Ausgang des Ladens ging. Ich atme tief durch und versuchte es zu akzeptieren. Dann sagte ich nichts mehr weil ich mich ungern streiten würde, Remus hat ja schon den ganzen Tag damit verbracht auf mich zu warten und mit mir durch die Winkelgasse zu laufen. Ohne ihn wäre ich vollkommen aufgeschmissen, wir verließen den Laden und traten hinaus. "Es ist ja schon um 5!" rief Remus entsetzt. "Um 5?" fragte ich genauso verwundert. "Ja, wir sind erst gegen halb 1 losgelaufen da wir naja, ziemlich verschlafen hatte." nuschelte er etwas verlegen. Ich grinste und schlang mir die Arme um den Körper. Es war wirklich kalt geworden, und ich fror wirklich. Wieso hatte ich mir keine Jack mitgenommen, im Schrank hingen doch welche. Der Himmel war zwar noch strahlend blau aber es ging ein Lüftchen was mich zittern lies. Remus der das mitbekommen hatte, zog seine braune Jacke aus und reichte sie mir. "Dann frierst du doch aber?" fragte ich, die verstanden hatte was er machte. Mir ist nicht kalt, um ehrlich zu sein schwitze ich sogar sehr gestand er mir.
Ich nahm seine Jacke und streifte sie mir über, sie war mir viel zu groß und reichte bis zu den Oberschenkel, ich konnte beiden Hände völlig drin verstecken da auch die Ärmel weit aus zu groß waren. Doch das war mir egal, sie war kuschelig warm und duftete. Nach neuem Pergament, Kaffee und nach Herbst, wie frisch gefallene Blätter und Bäume. Ich steckte meine Hände in die Jackentaschen der Jacke von Remus. In der rechten Tasche war Papier und etwas hartes. Ich zog es heraus und betrachtet es. Es war Schokolade, ich sah Remus an und lächelte. "Ich liebe Schokolade" sagte Remus ruhig und ebenfalls schmunzelnd. Doch ich konnte ein glitzern in den Augen sehen. "Ich auch" Antwortete ich immer noch lächelnd.