Mayas Sicht Die Wunde brannte. Nicht tief genug, um zu töten. Aber tief genug, um Spuren zu hinterlassen. Lukas drückte mir Verbandsmull auf die Schulter, sein Gesicht war undurchdringlich. Seine Hände waren ruhig. Immer ruhig. Aber heute Nacht waren sie kalt. „Sie ist noch im Bunker“, murmelte ich. „Vielleicht“, antwortete er. Ich neigte den Kopf zu ihm. „Du glaubst nicht, dass sie gerannt ist?“ „Nein.“ Sein Kiefer zuckte. „Sie sah nicht aus wie jemand, der rennt.“ Ich starrte ihn an. Er sprach nicht über ihre Taktik. Er sprach über ihre Augen. Ihre Kontrolle. Ihre Version von mir. „Sag es“, flüsterte ich. Er tat es nicht. Also tat ich es. „Du zögerst, denn sie ist alles, was sie aufgebaut haben. Und ich bin alles, was sie zerstört haben.“ Sein Kopf schnellte mit scharfer

