Kapitel 90

866 Worte

Mayas Sicht Der Wind pfiff laut aufs Dach. Aber nicht lauter als mein Herz. Lukas war immer noch neben mir, aber wir hatten seit dem Messerstich in die Brust nicht mehr miteinander gesprochen. So nah war er dem Ausdruck seiner Liebe zu mir noch nie gekommen. Und das nicht einmal mit Worten. Es war Krieg. Und vielleicht war das die einzige Art von Intimität, die wir je erreichen würden. Er streckte die Hand aus, als wollte er mich berühren – dann hielt er inne. Stattdessen sagte er: „Wir müssen los. Jetzt.“ Ich spürte es auch. Dieses Kribbeln im Nacken, bevor ein Scharfschütze auf mich zielt. Diese Stille vor einem Angriff. Wir waren nicht mehr allein. „Wo ist der Klon?“, fragte ich und ging rückwärts zur Dachluke. „Sie ist aus dem Ostflügel verschwunden. Nicht auf den internen S

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