Mayas Sicht Ich spürte den Boden unter mir nicht mehr. Es war, als hätten sich Körper und Geist getrennt. Meine Hände waren in die Erde gepresst – blutwarm, statisch durchtränkt –, doch mein Geist glitt an Orte, an die niemand gehen sollte. Alphas Präsenz war nicht mehr in den Leitungen. Sie war in mir. Verwurzelt. Blühend wie Gift. Lukas wiegte mich, seine Stimme heiser vor Verzweiflung. „Maya. Maya, sieh mich an. Bleib hier. Bleib bei mir.“ Meine Augenlider flatterten wie gebrochene Flügel. Tausend Gedanken schwirrten in mir umher – Erinnerungen, die nicht meine waren, Szenen von Gewalt und Ekstase, Berührungen, die nicht real waren und doch wie Wahrheit brannten. Alpha malte sich auf die Leinwand meiner Seele. Ich fuhr mit einem Schrei hoch und keuchte, als wäre ich ertrunken. Mei

