Kapitel 101

1106 Worte

Mayas Sicht Der Wüstenwind schmeckte nach Salz und Blut. Wir hatten nicht geschlafen. Nicht wirklich. Nicht, seit Lukas sich den Ortungschip aus dem Arm gerissen hatte und wir die Überreste des Geheimdienstes hinter uns verbrannt hatten wie einen Scheiterhaufen. Wir zogen westwärts durch die brüchigen Mauern von Geisterstädten und vergessenen Unterschlüpfen, sprachen im Schatten, schliefen in Schichten. Immer mit einem offenen Auge. Immer lauschten wir auf das Echo von Stiefeln oder Drohnen oder etwas Schlimmerem. Doch da war dieser eine Moment – kurz, zu zerbrechlich, um ihn zu beschreiben –, als wir uns in einem eingestürzten Zugwaggon außerhalb von Sierra Junction versteckten. Rostiger Stahl schloss uns ein, ein Kokon der Stille. Mein Kopf war auf seine Schulter gefallen, und sein A

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