Kapitel 102

1377 Worte

Mayas Sicht Die Nacht hatte Zähne bekommen. Rauch wand sich an den Rändern der Schlucht entlang und schlängelte sich wie Phantomglieder über die Sterne. Der Wind war jetzt still, unnatürlich, als hielte die Welt mit uns den Atem an. Lukas und ich kauerten im Unterholz, das Feuer, das wir hinter uns entfacht hatten, warf zerrissene Schatten durch die Bäume. Sein Körper war warm an meinem Rücken, sein Atem streifte meinen Nacken, während wir beide in Richtung des Scheins feindlicher Taschenlampen starrten, der den fernen Pfad abtastete. Sie suchten nach uns. Und sie waren nah. Zu nah. „Drei von ihnen“, flüsterte Lukas, seine Stimme bewegte die Luft kaum. „Sie haben sich von der Hauptpatrouille abgespalten.“ Ich nickte kurz, meine Finger schlossen sich fester um die Klinge, die an meinem

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