Kapitel 92

1124 Worte

Mayas Sicht Der Bildschirm blinkte einmal. Dann nichts. Sie war verschwunden. Doch ihre Worte blieben wie Rauch in meiner Lunge. Ich kam, um zu vollenden, was sie nicht konnten. Lukas steckte zischend seine Waffe weg und trat vor mich, als könnte er mich vor etwas schützen, das bereits in mir war. Die Notbeleuchtung tauchte sein Kinn in Rot – Kriegsbemalung und Zorn, stille Wut. „Sie ist aus dem Kommunikationsnetz eingedrungen“, sagte ich. „Verschlüsselte Glasfaser. Sie ist nicht nur hier – sie ist geortet.“ Lukas überprüfte die Türsteuerung. Tot. „Du meinst, sie ist – was? Lebt im Netzwerk?“ „Sie lebt in mir“, flüsterte ich. Weil ich sie spüren konnte – nicht als Stimme, nicht als Präsenz, sondern als Sog. Ein Ziehen hinter meinem Brustkorb. Wie Schwerkraft. Wie Trauer. „Dann ha

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