10 Yulia »Ich habe Ihnen doch gesagt, dass es mir gut geht.« Ich ignoriere die lautstarken Proteste der Krankenschwester und ziehe die Infusionsnadel aus meinem Handgelenk, bevor ich aufstehe. Mir ist schwindelig und ich habe Kopfschmerzen, aber ich muss mich in Bewegung setzen. Dem Sonnenlicht nach zu urteilen, das durch mein Krankenhausfenster einfällt, ist es bereits Morgen oder sogar später. Das Team, das mich aus dem Land schaffen sollte, ist wahrscheinlich schon weg, aber falls es doch noch da sein sollte, muss ich sofort mit Obenko Kontakt aufnehmen. »Wo ist meine Tasche?«, frage ich die Schwester, während ich hektisch den Raum durchsuche. »Ich brauche meine Tasche.« »Was Sie brauchen, ist Bettruhe.« Die rothaarige Schwester stellt sich vor mich und verschränkt ihre Arme vor ih

