Die Sippe des Verräters-1a

816 Worte

Der Wind drehte, sobald er aus dem Nebel trat. Er sah aus wie sie – Natalie. Dieselben scharfen Wangenknochen, dieselben sturmgrauen Augen. Doch da war etwas Kälteres in ihm, etwas, das tiefer vergraben lag. Ich rührte mich nicht. Chase trat näher, die Hand auf seiner Klinge. „Ich komme in Frieden“, sagte der Fremde. „Große Worte“, murmelte Chase. „Du trägst das Blut eines Verräters.“ „Ich trage ihr Bedauern“, antwortete der Mann und hob beide Hände. „Mein Name ist Kalen. Ich bin ihr Bruder. Zwilling, falls es wichtig ist.“ Es war wichtig. Ich schluckte. „Du solltest tot sein.“ „Noch nicht.“ Seine Lippen verzogen sich zu einem bitteren Lächeln. „Aber ich habe mir jahrelang gewünscht, es zu sein. Ich habe Fehler gemacht. Ich bin dem falschen Weg gefolgt, habe die Lügen geglaubt … bis

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