Das letzte Rudel-1a

998 Worte

Die Trommeln begannen in der Dämmerung. Leise, gleichmäßig, wie der Herzschlag von etwas Uraltem, das unter der Erde erwachte. Ich stand auf dem Bergrücken und überblickte das Tal. Feuer flackerten wie verstreute Sterne. Zelte, Bewegung, Schatten. Die letzten Rudel waren hier. Wölfe aus dem fernen Eis, in der Wüste geborene Jäger, sogar die vom Meer gezeichneten mit Salz im Fell. Alle. Dafür. Chase stand schweigend neben mir. „Alles in Ordnung?“, fragte ich, meine Stimme kaum lauter als der Wind. Er sah mich nicht an. „Das solltest du mich nicht mehr fragen.“ „Warum nicht?“ „Weil ich nicht weiß, was ich jetzt bin.“ Das tat weh. Aber ich nickte. Unten ertönte ein Horn, ein Heulen. Nach und nach schlossen sich die anderen Rudel an. Ihre Stimmen überlagerten sich, bis der Himmel selbs

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