Schatten der Vergangenheit

1022 Worte

Der Traum kam wieder. Ich stand auf einer Lichtung, umgeben von hohen, flüsternden Bäumen. Silberner Nebel hing tief über dem Boden. Ich konnte den Himmel nicht sehen, aber ich spürte, wie der Mond mich beobachtete. Kalt. Still. Reglos. Dann hörte ich es. Ein Heulen – nicht wie die, an die ich mich gewöhnt hatte, sondern etwas Älteres. Wilderes. Es hallte durch den Wald und bis in meine Knochen. Mir stockte der Atem. Ich drehte mich langsam um. Ein Wolf stand am Rand der Lichtung. Seine Augen waren golden – nein, glühend. Und vertraut. Mein Herz krampfte sich zusammen. Ich trat einen Schritt vor, und die Luft veränderte sich. „Sturm“, sagte der Wolf. Nicht mit dem Mund, sondern mit einer Stimme in meinem Kopf. Tief. Nachhallend. „Du hast vergessen, wer du bist.“ Ich erwachte mit eine

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