Kapitel 18

448 Worte

Der Name der Dunkelheit Der Ort, an den sie Seraphina führte, lag jenseits der bekannten Pfade. Selbst der Wald schien ihn zu meiden. Die Bäume wuchsen schief, ihre Rinde rissig und grau, als hätte etwas ihnen über lange Zeit die Lebenskraft entzogen. Kael spürte es sofort – nicht als Geruch, sondern als Druck, der sich gegen seine Brust legte. „Hier beginnt es“, sagte Seraphina leise. Sie kniete sich an den Rand einer versunkenen Senke, in deren Mitte ein steinerner Altar lag. Alte Zeichen waren in seine Oberfläche gegraben, teilweise verwittert, teilweise neu – als hätte jemand versucht, sie wieder zu aktivieren. Seraphina fuhr mit den Fingern über die Runen. Ihre Hand zitterte leicht. „Das ist keine gewöhnliche Verderbnis. Es ist ein Erwachen.“ Kael trat näher, blieb jedoch steh

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN