Kapitel 23

458 Worte

Wo Dunkelheit ihren Namen hört Der Ort, den Seraphina wählte, lag jenseits der alten Karten. Ein vergessener Hain, in dem die Magie nicht flackerte, sondern ruhte – wie ein schlafendes Tier. Hier hatte Morveth einst geflüstert, lange bevor es Zirkel oder Rudel gegeben hatte. Seraphina betrat den Kreis allein. Sie legte keinen Schutz an. Zeichnete keine Bannrunen. Sie stellte sich in die Mitte, schloss die Augen – und atmete. „Ich weiß, dass du da bist“, sagte sie ruhig. Die Luft verdichtete sich. Schatten krochen aus den Wurzeln, formten kein Gesicht, nur Präsenz. Druck. Versuchung. Du kommst allein, flüsterte Morveth. Mutig. Oder töricht. Seraphina öffnete die Augen. Ihre Iris glühte schwach silbern. „Ich komme vollständig.“ Der Boden bebte leicht. Du hast dich getrennt. Deine

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