Kapitel 22

432 Worte

Die Hexe, die nicht weicht Der Wald hielt den Atem an, als Seraphina ging. Nicht hastig. Nicht heimlich. Sondern aufrecht, mit ruhigem Schritt, als würde der Pfad selbst sich ihr öffnen. Kael stand am Rand der Lichtung, die Hände zu Fäusten geballt, doch er hielt sich zurück. Nicht aus Schwäche – sondern weil er verstand. Zum ersten Mal verstand er wirklich, was es bedeutete, wenn Seraphina eine Entscheidung traf. Sie blieb stehen, noch einmal, und drehte sich zu ihm um. „Ich gehe nicht, weil ich breche“, sagte sie klar. Ihre Stimme trug weit. Einige des Rudels hatten sich genähert, hörten zu. „Ich gehe, weil ich standhalte.“ Ein Murmeln ging durch die Reihen. Der ältere Wolf trat vor. „Du verlangst viel von einem Rudel, Hexe.“ Seraphinas Blick ruhte ruhig auf ihm. „Nein“, erwi

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