Kapitel 21

492 Worte

Opfer, die unausgesprochen bleiben Am nächsten Morgen lag Spannung über dem Lager wie Nebel. Seraphina spürte die Blicke. Hörte das Flüstern. Jedes Geräusch schien lauter, jede Bewegung beobachtet. Sie zog sich an den Rand der Lichtung zurück, brauchte Abstand, um ihre Gedanken zu ordnen. Morveth hatte recht in einem Punkt: Ihre Nähe war eine Schwachstelle. Kael fand sie dort, wo der Wald dichter wurde. Er sagte nichts, setzte sich nur neben sie. Doch sie spürte seine Anspannung. „Sie zweifeln“, sagte sie leise. „Sie haben Angst.“ „Wegen mir.“ Kael sah sie an. „Nein. Wegen dem, was sie fühlen, wenn sie dich sehen.“ Sie lachte bitter. „Furcht ist selten so ehrlich.“ Eine Weile schwiegen sie. Dann atmete Seraphina tief ein. „Kael… wenn ich gehe, wird Morveth an Kraft verlieren.

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