Was sich verändert hat Sie blieben an der Lichtung, bis die Dämmerung hereinbrach. Keiner von beiden drängte weiterzugehen. Als hätten sie beide instinktiv verstanden, dass Bewegung jetzt mehr zerstören als helfen würde. Kael saß an einem Stein gelehnt, während Seraphina seine Verletzungen versorgte. Ihre Finger arbeiteten ruhig, doch ihre Gedanken waren wachsam. Jede Berührung war bewusst – kein Zufall mehr, kein Ausweichen. „Du hast dich verändert“, sagte er nach einer Weile. Sie sah kurz auf. „Inwiefern?“ „Du hältst dich nicht mehr zurück.“ Seraphina lächelte schwach. „Vielleicht habe ich gelernt, dass Kontrolle nicht immer Stärke ist.“ Er betrachtete sie lange. „Und ich habe gelernt, dass Schutz nicht bedeutet, allein zu stehen.“ Sie verband seinen Arm, ihre Finger verweilte

