Kapitel 7

355 Worte

Nähe ohne Berührung Die Dämmerung brach herein, als sie ihr Lager aufschlugen. Kein Feuer – nur gedämpftes Mondlicht, das durch die Blätter fiel. Kael setzte sich etwas abseits, den Blick wachsam auf den Wald gerichtet. Seraphina bereitete Kräuter vor, ihre Bewegungen langsamer als sonst. Sie war müde. Nicht nur körperlich. „Du solltest ruhen“, sagte Kael nach einer Weile. Seine Stimme war ruhig, gedämpft, als wolle er die Stille nicht stören. „Und du?“, fragte sie, ohne aufzusehen. „Ich wache.“ Sie zögerte. Dann setzte sie sich auf einen umgestürzten Stamm, die Hände locker im Schoß. „Du musst nicht immer der Wächter sein.“ Kael schwieg einen Moment. Dann: „Es ist meine Aufgabe.“ Sie sah ihn an. Sein Profil war hart im Mondlicht, doch in seinen Augen lag etwas Weiches. Etwas Müd

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