Der Name im Dunkeln

1285 Worte

Dantes Sicht Der Abend legte seinen Schatten über die Villa, lange bevor ich bemerkte, wie spät es geworden war. Die Uhr tickte mit einer arroganten Regelmäßigkeit an der Wand, jeder Sekundenstoß durchschnitt die Stille meines Büros wie eine Klinge. Der Raum war in ein warmes, bernsteinfarbenes Licht getaucht—warm, aber nicht tröstlich. Nichts an diesem Ort war dafür gedacht, zu trösten. Nicht mich. Nicht irgendjemanden. Mein Schreibtisch war überladen mit Berichten, verschlüsselten Dateien und den Überresten der letzten Ratsversammlung, an der ich teilgenommen hatte. Jeder wollte etwas, jeder spielte ein Spiel, und meine Geduld mit ihnen allen wurde dünner. Aber heute Abend schmeckte die Luft anders—scharf, metallisch, kalt. Weil jemand es gewagt hatte, etwas anzurühren, das mir

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