Gefallene & Überlebende

398 Worte
Gefallene & Überlebende Helden 120 km von Kiew entfernt liegt die Stadt Slawutytsch. Sie wurde erbaut für und von, all den Menschen, die Pripjat verlassen mussten. Innerhalb von nur 2 Jahren, wurden die bunt durchmischten Stadtteilen, zu einer grossen Stadt erbaut. Jeder Stadtteil von Pripjat hatte seinen eigenen Stadtteil erbaut. In dieser Stadt gibt es ein magisches Denkmal. Ein Denkmal, das an all die gefallenen Liquidatoren erinnert, die ihr Leben opferten, um unseres zu retten. Immer am Jahrestag der Tragödie, legen tausende Einwohner genau um 01:23 Uhr Blumen und Kerzen am Denkmal nieder. Viele verloren durch ihren heldenhaften Einsatz ihr Leben. Doch die Überlebenden bleiben mit Schmerzen zurück. Einige verloren zwar nicht ihr eigenes Leben, sondern das Leben eines Nahestehenden. „Wieder zu Hause, habe ich alle Sachen, die ich dort getragen hatte, in den Müllcontainer geworfen. Nur das Käppi habe ich meinem kleinem Sohn geschenkt. Er wollte es so gerne haben. Er hat es ständig getragen. Zwei Jahre später wurde bei ihm ein Hirntumor festgestellt...Alles andere können Sie selbst hinzufügen." – Valentin Komkow, Armeefahrer und ehemaliger Liquidator. Aber viele Liquidatoren erlitten eine psychische Störung aufgrund der Gehirnschädigung durch die Strahlung.. „Ich habe alles vergessen...Ich erinnere mich nur, dass ich dort hingefahren bin, an mehr nicht. Ich habe alles vergessen...Drei Jahre nach dem Armeedienst ist irgendwas mit meinem Gedächtnis passiert...Nicht einmal die Ärzte verstehen das. Ich kann kein Geld zählen, komme ständig durcheinander. Ich ziehe ständig vom nächsten Krankenhaus ins nächste." – Wassili Jossifowitsch Gussinowitsch, Kraftwerkfahrer und Aufklärer Andere bekamen wiederum mit, wie ehemalige Kollegen, die ebenfalls Liquidatoren in Tschernobyl waren, an den Folgen ihres Einsatzes zerbrachen. „Nachzudenken begannen wir, ich will es nicht leugnen, wohl erst drei, vier Jahre später...Als einer Krank wurde, ein zweiter...Einer starb...Wurde wahnsinnig...Beging Selbstmord...Da fingen wir an Nachzudenken." -Vitali Borissowitsch Karbalewitsch, ehemaliger Liquidator Und dennoch wurde von ihnen verlangt, darüber zu schweigen was sie in Tschernobyl als Liquidatoren erlebt hatten. „Bevor wir nach Hause durften, rief uns ein *KGB-Mitarbeiter zusammen und gab uns den dringenden Rat, nirgends und niemanden davon zu erzählen, was wir gesehen hätten. Ich war aus Afghanistan zurückgekehrt, ich wusste - Ich werde leben! Aber in Tschernobyl war es andersherum: Ich werde gerade dann abkratzen, wenn ich nach Hause zurückgekehrt bin.." – Eduard Borissowitsch Korotkow, Hubschrauberpilot und ehemaliger Liquidator *KGB: Komitee für Staatssicherheit: War der in/-und Auslandsgeheimdienst der Sowjetunion. (1954-1991)
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