Kapitel 7

1286 Worte
Ich blieb völlig still, als er sich mir näherte. Je näher er kam, desto mehr durchzog sein Duft meine Gedanken und meinen Körper. Ich versuchte, mich auf etwas anderes zu konzentrieren als das Pochen in meiner Brust. Es war so laut, dass ich sicher war, Hunter konnte es hören, ohne es überhaupt zu versuchen. Mein Atem stockte, als er sich zu mir hinunterbeugte, seine grauen Augen brannten wie ein Sturm. Ich wollte mich nicht in ihnen verlieren... wollte mich nicht in ihm verlieren. Aber mein Körper hatte einen eigenen Willen, besonders wenn er so nah bei mir war. Er ließ seinen Blick nicht von mir, keinen einzigen Moment, und ich würde lügen, wenn ich sagte, es erregte mich nicht. Ich spürte, wie es zwischen meinen Beinen feucht wurde, und wollte frustriert aufschreien. Ich sollte mich nicht so fühlen, mein Körper war ein solcher Verräter, wenn es um diesen Mann ging. Ich atmete mehr von ihm ein und verlor fast jegliche Kontrolle, bevor mir klar wurde, dass er mich nicht mehr ansah. Was wollte er tun? Er beugte sich über mich und strich die Bettdecke neben mir glatt. Ich versuchte, ihn nicht anzustarren. Ich hätte geglaubt, er sei der Ruhigere, der Unbeeindruckte zwischen uns beiden, wenn nicht dieses ständige Zucken in seinem Kiefer gewesen wäre. „Ich weiß, du planst nicht, heute Nacht im selben Bett wie ich zu schlafen“, murmelte ich, nachdem ich wieder zu Atem gekommen war. Seine Muskeln spannten sich an, als er weiterhin die Bettdecke glattstrich, und ein kleiner Tropfen Wasser rann von seinem Nacken direkt über seine Brust und verschwand langsam in diesem verbotenen Bereich, der von seinem Handtuch bedeckt war. Ich schluckte und versuchte, meinen Blick woanders hinzulenken. Doch mein schmutziger Verstand ließ mich nicht vergessen, was ich gerade gesehen hatte. Ich schüttelte den Kopf und versuchte, mich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren. Wie zum Beispiel, dass Hunter sich heute Nacht irgendwo anders zum Schlafen einrichten sollte. Es gab keinen Weg, dass ich ein Auge zubekommen würde, wenn er direkt neben mir lag und wie ein zum Anbeißen aussehendes Tier aussah. Gott, selbst der Duft dieses Mannes war genug, um eine Frau verrückt zu machen. Es war für mich völlig unbegreiflich, dass jemand Angst vor ihm hatte er war äußerst begehrenswert. War ich die Einzige, die das sah? „Hunter.“ „Hör auf zu reden“, brummte er und richtete seinen Blick auf mich. Seine Augen waren kalt und hungrig, als er mich ansah. Seine Hände lagen jetzt auf beiden Seiten von mir und drückten auf die Bettdecke, sodass die Matratze nachgab. Mein Atem stockte erneut in meiner Kehle, und ich verlor die Fähigkeit, klar zu denken, unter dem Blick, den er mir zuwarf. Der Raum war still, bis auf das Pochen unserer beiden Herzen, deren Rhythmus sich vermischte und eine Musik in meinen Ohren erschuf. Ich versuchte, aus dem Zauber, den er über mich gelegt hatte, herauszukommen und versuchte erneut, etwas zu sagen.„Aber.“ Meine Augen weiteten sich, als seine Lippen auf meine trafen, und ich fand keine Worte mehr. Ich konnte nicht atmen. Ich konnte mich nicht einmal daran erinnern, was ich gerade noch sagen wollte. Das ist das zweite Mal, dass er mich küsst. Mund an Mund… Körper an Körper… Dieses Mal ist es viel überraschender, da ich es nicht erwartet hatte. Die Welt um mich herum verschwindet vor meinen Augen, und ich habe keine Angst davor. Ich bin zu sehr in das Gefühl vertieft, von Hunter geküsst zu werden, um mich um irgendetwas anderes zu kümmern. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll, außer ihn zu halten und mich mit ihm auf diese Reise zu begeben.Es ist Magie. Von Hunter geküsst zu werden. Es ist, als wäre man auf einer verlassenen Insel, die Sonne wärmt die Haut, während das Wasser die Füße berührt. Es ist, wie in einem Auto zu sitzen und den Wind durch die Haare wehen zu spüren. Es ist, als würde man im Weltall treiben und die Sterne vor sich sehen, wie Feuerwerke am Himmel. Und dann Boom... da ist diese Explosion, die in deinem Herzen beginnt und sich durch jeden einzelnen Zentimeter deines Körpers ausbreitet. Oh Gott. Was tat dieser Mann mit mir? War es gesund, sich so zu fühlen in der Nähe von jemandem, der nicht dir gehörte? Hunter vergrub seine Hände in meinem Haar und zog mich noch enger an sich. Es fühlte sich gut an, als ob jeder Teil von ihm sich an jeden Teil meines Körpers schmiegte. Ich kann nichts dagegen tun, ich kann nichts dafür, wie er mich fühlen lässt. Ich stöhnte und fuhr mit meinen Händen über seine nackte Brust, während ich versuchte, mit seinem besitzergreifenden Kuss Schritt zu halten. Seine Lippen setzten mehr Druck auf meine, bevor er mit seiner Zunge in meinen Mund drang und mich kostete. Ich stöhnte, als er stöhnte und mehr nahm, als ich je geben konnte. Ich war hungrig nach mehr, während ich meine Hände über seine Brust gleiten ließ und meine Hüften an die seinen rieb. „Hör auf, dich zu bewegen.“ Er knurrte gegen meinen Mund. Hör auf dich zu bewegen? Sag das mal meinem verzweifelten Körper! Ich ignorierte ihn und fuhr fort, meine Hüften zu reiben, als hing mein Leben davon ab, unfähig, mich selbst zu stoppen. Das war nicht genug, ich wollte so viel mehr. „Isabella.“ Er knurrte. Meine Hände glitten über seinen Rücken und fuhren direkt durch sein Haar, bevor ich grob daran zog. Meins. Meins. Meins! „VERDAMMT!“ brüllte Hunter, bevor er meinen Morgenmantel aufriss und sich auf meine Brust stürzte. Ich keuchte, als seine Lippen meinen Hals fanden und er begann, kräftig daran zu saugen. „Oh ja!“, rief ich aus. Seine Hände fanden meine Brust und er knetete sie sanft. Ich wollte die Unterwäsche zur Seite schieben, wollte so sehr seine Hände auf meiner nackten Haut spüren. Das war nicht genug! Hunter knurrte gegen meinen Hals, als er mich vom Bett hob, sodass ich nun mit meinen Beinen um seine Hüfte an das Kopfteil des Bettes gepresst war. Ich keuchte schwer, als er seinen Körper in meinen drückte und erneut nach meinem Hals griff. Ich schrie auf, als er beide meiner Hände über meinem Kopf hielt und ich seine Zähne an mir spürte. Sein Körper bewegte sich so grob gegen meinen, dass das Bett unter uns bebte. Doch das kümmerte mich nicht. Ich wollte, dass er mich biss, ich wollte, dass er mich markierte. Ich fühlte, wie ich beinahe schreien wollte, als er es nicht tat. Und plötzlich ertönte ein Krachen vom Boden. Wir beide hielten inne und sahen nach unten. Dort lag etwas, das wie ein Bilderrahmen aussah. Hunter beugte sich hinunter zum Boden und hob den gefallenen Gegenstand auf. Ich starrte fassungslos darauf und sah eine Frau, die ihre Hände um ihn gelegt hatte und mit einem strahlenden Lächeln vor ihm stand. Es war wie ein Eimer eiskalten Wassers, der mir ins Gesicht geschüttet wurde. Das war sie, seine tote Gefährtin. Sie war außergewöhnlich schön. Ihr langes, blondes Haar glänzte im hellen Licht, und ihr Lächeln war das gleiche wie das von Hunter. Ich hatte ihn nie zuvor so in der Nähe von jemandem gesehen. Ich wandte den Blick ab und versuchte, nicht zu weinen. Zu wissen, dass man für einen Mann etwas empfand, der sein ganzes Herz bereits einer anderen Frau gehörte, war ein schreckliches Gefühl. Ich würde dieses Gefühl niemandem wünschen. Ich spürte, wie sich Hunters Körper neben mir anspannte. Ich wollte ihn nicht ansehen. Ich wusste ohne Zweifel, dass er es jetzt schon bereute, mich geküsst zu haben. Ich würde es nicht ertragen, wenn er mir diese Worte sagen würde. Ich wollte es nicht hören!
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