Lea Die nächsten sieben Tage verschwammen zu einem Wirrwarr aus Vorbereitung und Paranoia. Lukas hatte mit seinen Schutzmaßnahmen nicht übertrieben. Innerhalb von 24 Stunden nach unserem Gespräch fielen mir Dinge auf, die mir vorher nie aufgefallen waren: ein Mann, der im Café gegenüber der Villa Zeitung las und immer da war, wenn ich morgens das Haus verließ. Eine Frau, die auf meinem Weg nach Schwabing mit einem Hund spazieren ging und jeden Tag an verschiedenen Stellen auftauchte. Ein unauffälliges Auto, das scheinbar überall, wo ich hinfuhr, einen Parkplatz fand. „Freunde von mir“, erklärte Lukas auf meine Nachfrage. „Ehemalige Sicherheitsleute. Sie sind sehr gut darin, unsichtbar zu sein.“ „Und bestimmt sehr teuer.“ „Manche Dinge sind es wert, dafür zu bezahlen.“ Ich widersprach

