Episode forty three

1215 Worte

Lea Ich saß zwanzig Minuten lang in meinem Auto und starrte auf die Visitenkarte. Die Tiefgarage unter Friedas Haus war düster und kalt, die Betonwände drückten mich ein. Andere Autos kamen und gingen – Motoren starteten, Reifen quietschten auf dem lackierten Boden –, aber ich nahm kaum etwas davon wahr. Meine ganze Welt hatte sich auf dieses kleine Rechteck Papier und die Worte meiner Mutter auf der Rückseite verengt. Falls mir etwas zustößt. Der Satz hallte in meinem Kopf wider und bekam mit jeder Wiederholung eine andere Bedeutung. Hatte sie gewusst, dass sie in Gefahr war? Hatte sie etwas geahnt? War es eine Vorsichtsmaßnahme oder eine Warnung? Ich betrachtete die Vorderseite der Karte erneut. Dr. Heinrich Müller, Rechtsanwalt. Die Adresse lag in der Altstadt, dem historischen Zen

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