Lea Die letzten fünf Tage vor Drehbeginn verschwammen zu einem Wirrwarr aus Vorbereitung und kontrolliertem Chaos. Lukas' Studio verwandelte sich in einen Krisenstab. Karten des Ferienortes auf den Kanarischen Inseln bedeckten eine Wand, markiert mit Kamerapositionen und wahrscheinlichen Konfrontationspunkten. Karteikarten mit möglichen Fragen lagen überall verstreut, sortiert nach Kategorien: feindselig, sympathisch, manipulativ, unerwartet. Ein Whiteboard hielt unseren Zeitplan fest und zählte die Stunden bis zur Abreise mit militärischer Präzision herunter. Fünf Tage. Dann vier. Dann drei. Jeden Morgen kam ich vor Tagesanbruch im Studio an, die Straßen von Schwabing noch ruhig, abgesehen von Lieferwagen und Pendlern am frühen Morgen. Jeden Abend verließ ich das Studio erst spät in der

