Der Sturm hatte nicht aufgehört – er hatte nur seine Form verändert. Im Morgengrauen hatte sich der Regen zu einem kalten Nieselregen abgeschwächt, der den Waldboden in schwarzen Schlamm verwandelte. Die Luft war scharf, metallisch, erfüllt vom Geruch verbrannter Motoren und nasser Kiefern. Die Überreste von Julians falschen Spuren – zertrümmerte Äste, verlassene Fahrzeuge, versengtes Laub – lagen verstreut über die Hügel wie die Knochen einer fehlgeschlagenen Jagd. Doch Matthias blieb nicht stehen. Er rammte seine Stiefel in den Schlamm und suchte jeden Hang und jede Senke nach Reifenspuren ab. Seine Hände waren wund, aufgeschürft vom Aufstieg, aber er spürte den Schmerz nicht. Alles, was existierte, war der Rhythmus der Verfolgung – Emma, Emma, Emma. „Östlich des Bergrückens“, kn

