Kapitel 72 – Opfer

2839 Worte

Der Regen hatte nicht aufgehört. Er trommelte unerbittlich und kalt gegen die Klippen und tauchte die Welt in Grau. Matthias stand dort, wo Julian gefallen war, mit schwer atmender Brust, das Echo dieses letzten Flüsterns – Nimm mich stattdessen – brannte noch immer in seiner Kehle. Emmas Hand zitterte an seinem Arm, ihr Atem stockte in kurzen, unregelmäßigen Stößen. Einen langen Moment lang war nur das Rauschen des Meeres zu hören. Dann – veränderte sich etwas. Ein Geräusch erhob sich von unterhalb der Klippe. Nicht das Meer. Nicht der Wind. Eine Stimme. Leise, heiser, aber unverkennbar. „Stattdessen … sagst du?“ Emmas Finger erstarrten um Matthias’ Ärmel. Er drehte sich langsam zum Rand. Durch den Nebel kämpfte sich eine Gestalt die Felsen hinauf. Julian Falkenberg. Blut lief ü

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