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The chosen Luna

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knallharte Heldin
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Rudel
andere Welt
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Selene Blackwood wurde fälschlicherweise des Verrats beschuldigt und aus ihrem Rudel verstoßen – von dem Gefährten verlassen, der einst geschworen hatte, sie zu beschützen.Auf sich allein gestellt in der Wildnis, weigert sie sich, still zu sterben.Sie geht ihren eigenen Weg und erhebt sich – nicht als Luna, sondern als Königin der Verstoßenen.Doch als sie auf Caius Vale trifft, einen Rogue-Alpha, der nichts von Schicksal hält, entfacht das Band der Gefährten erneut.Ein Krieg steht bevor. Und Selene muss entscheiden – wird sie für Rache kämpfen, oder wird sie ihr wahres Schicksal ergreifen, bevor der Crimson-Orden sie endgültig zerstört?

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KAPITEL 1 Selenes Sicht Ich habe gelernt, dass Schmerz nicht von den Klauen oder den Fängen hungriger Raubtiere kommt. Er kommt nicht von den kalten Blicken des Rudels oder von der kalten Nacht, die mich umgibt. Nein, wahrer Schmerz ist Verrat. Und genau jetzt sieht er mir ins Gesicht. „Selene Blackwood, du wirst des Verrats am Blue Moon Rudel beschuldigt“, sagte mein Gefährte, Alpha Killian, mit kalter Stimme. Ich hob den Kopf, um ihn anzusehen. Die Augen, die mich einst mit Zuneigung ansahen, sind jetzt nichts als Eis. Mein Körper erstarrte. Das passiert nicht wirklich. Ich schüttelte den Kopf und weigerte mich zu glauben, was er gerade gesagt hatte. „Verrat? Killian, du weißt, ich würde niemals—“ „Ruhe!“ unterbrach er mich abrupt, ein Schauder lief mir über den Rücken. „Du wurdest dabei gesehen, wie du dich außerhalb unserer Grenzen mit Rogues getroffen hast. Was für einen anderen Grund könntest du haben, wenn nicht, um gegen dein Rudel zu konspirieren?“ Er funkelte mich an und ich schluckte schwer. Ich blickte um mich. Die Gesichter der Rudelmitglieder waren von Hass gezeichnet. Ich schüttelte den Kopf. „Das stimmt nicht“, sagte ich. „Ich würde so etwas nie tun.“ Killian trat näher. „Dann erkläre dich.“ „Ich—ich bin gegangen“, gab ich zu, meine Stimme zitterte. „Aber nur, weil ich dachte, ich hätte jemanden in Not gesehen. Ich habe mich nicht mit Rogues getroffen! Sie haben mich überfallen. Ich bin nur mit Mühe entkommen und kam sofort zurück, um dich zu warnen!“ Ein leises Murmeln ging durch die Menge, doch Killian brachte es mit einer erhobenen Hand zum Schweigen. „Wie praktisch“, sagte er kalt. „Du bist allein gegangen, ohne jemanden zu informieren, und zufällig bist du auf Rogues gestoßen?“ „Sie haben mich angegriffen!“ schrie ich. „Wenn ich mit ihnen zusammengearbeitet hätte, warum hätte ich dann gegen sie gekämpft?“ Er neigte den Kopf. „Vielleicht, weil du auf frischer Tat ertappt wurdest.“ „Nein!“ Ich schüttelte den Kopf, Tränen drohten hervorzubrechen. „Killian, bitte. Du bist mein Gefährte. Du kennst mich besser als jeder andere. Du weißt, dass das nicht stimmt!“ Er ignorierte mich und wandte sich an den Rat, der hinter ihm saß. „Die Beweise sprechen für sich. Als Alpha ist es meine Pflicht, dieses Rudel vor allen Bedrohungen zu schützen – selbst vor denen, die uns am nächsten stehen.“ Ich wollte etwas sagen, doch bevor ich den Mund öffnen konnte, unterbrach eine andere Stimme die Menge. „Glaubt ihr kein Wort, Alpha. Sie ist eine Lügnerin.“ Ich drehte mich um und sah Liliana, die Tochter des Betas, nach vorne treten. Liliana. Die Frau, die seit Monaten um Killian herumschwirrt. Deren Duft selbst jetzt noch an ihm haftet. Sie steckt dahinter. Ich weiß es. Meine Faust ballte sich, aber es war nutzlos, niemand würde mir glauben. „Killian“, rief ich, meine Stimme brach. „Bitte—“ „Genug.“ Er brachte mich erneut zum Schweigen, seine Blicke waren tödlich. Ich wusste es besser, als noch ein Wort zu sagen. „Auf mein Dekret als Alpha“, sagte er mit erhobenem Kinn, „wirst du hiermit deines Titels als Luna enthoben und aus dem Blue Moon Rudel verbannt.“ Mein Mund öffnete sich weit, die Tränen, die ich versucht hatte zurückzuhalten, flossen frei über meine Wangen. Nein, das darf nicht wahr sein. „Du kannst nicht—“ Meine Worte verstummten, als die Wachen vortraten. „Bringt sie zur Grenze“, befahl Killian. Sie packten meine Arme, grob und gnadenlos. Ich wehrte mich, meine Wölfin heulte, aber es war sinnlos. „Killian!“ schrie ich. „Bitte, ich würde niemals unser Rudel verraten. Warum hörst du mir nicht zu?!“ Er zuckte nicht einmal. Er sah mich nicht mal an, als sie mich wegschleiften. Ich kämpfte weiter gegen sie an, bis wir die Grenze des Rudels erreichten. Dann stießen sie mich zu Boden. Der Aufprall hinterließ blaue Flecken an meinen Armen, aber ich spürte sie kaum. „Du solltest froh sein, dass du nicht wie laut unserer Verfassung gehängt wurdest“, höhnte einer der Wachen. „Wenn du zurückkehrst, werden wir nicht so gnädig sein.“ Damit drehten sie sich um und kehrten zum Rudel zurück, ließen mich meinem Schicksal überlassen. Ich versuchte aufzustehen, mein Körper zitterte. Ich blickte zurück zur Grenze, zu dem Ort, der einst mein Zuhause war. Aber dort ist nichts mehr für mich. Nichts außer Verrat. Ich ballte die Fäuste, meine Nägel gruben sich in meine Handflächen. Ich würde nicht zerbrechen. Ich konnte jetzt nicht zerbrechen. Die Nachtluft im Wald war gnadenlos. Ich war jetzt allein, ohne einen Ort, an den ich gehen konnte. Das Blue Moon Rudel war groß, aber außerhalb seiner Grenzen gehörte das Land niemandem. Rogues durchstreiften diese Ländereien – manche kaum mehr als wilde Tiere, andere wegen weitaus schlimmerer Verbrechen verbannt als meinem. Ich schluckte schwer und ging weiter. Stunden vergingen. Mein Magen krampfte vor Hunger, aber ich ignorierte ihn. Das Erste, was ich brauchte, war ein Unterschlupf. Die Bäume hier waren dicht, knorrige Wurzeln ragten wie skelettierte Finger aus der Erde. Nach einiger Suche fand ich ein kleines Loch unter den freiliegenden Wurzeln einer alten Eiche. Es war nicht viel, aber es würde mich vor dem kalten Wind schützen. Ich kauerte mich hinein und atmete zitternd aus. Ein Kloß bildete sich in meinem Hals. Ich konnte es mir nicht leisten zu trauern. Noch nicht. Ich legte eine Hand auf meinen Bauch, um mich zu beruhigen. Als die Morgendämmerung durch die Bäume kroch, nagte die Erschöpfung an mir, aber ich zwang mich auf die Füße. Meine Muskeln schmerzten, steif und wund von der Kälte, aber ich musste weiter. Ich folgte dem Duft von Wasser, durchstreifte das Dickicht, bis ich einen schmalen Bach erreichte. Das Wasser war eisig, aber ich trank gierig und ignorierte das Brennen in meiner Kehle. Als ich mir etwas über das Gesicht spritzte, bemerkte ich eine Bewegung aus dem Augenwinkel. Ein Paar goldener Augen starrte mich vom Waldrand aus an. Ich erstarrte.

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