Der Fremde lächelte. "Ich bringe keine Waffe. Nur die Wahrheit. Und wenn sie dir wehtut… dann liegt es daran, dass er sie dir verheimlicht hat." Er trat zurück in die Dunkelheit – verschmolz mit ihr – aber sein letzter Satz blieb in der Luft hängen wie ein Fluch: „Man kann kein neues Leben auf Schuld bauen. Nicht ohne, dass es irgendwann zerbricht.“ Die Tür fiel hinter dem Fremden ins Nichts. Nur Stille blieb – und das Echo seiner Worte, das wie Nebel durch den Raum schlich. Sie stand regungslos da, das Messer noch in der Hand, ihre Augen auf ihn gerichtet. Auf den Mann, dem sie gerade noch alles gegeben hatte. Wärme. Körper. Vertrauen. "Du kennst ihn," sagte sie leise, ohne Vorwurf, nur mit dieser schneidenden Klarheit. "Und er kennt dich. Das war mehr als ein alter Feind." Er schwi

