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298 Worte

Die Reise begann noch in derselben Nacht. Durch das vergessene Viertel am Rand der Stadt, durch Türen, die sich nur für ihn öffneten. Verlassene Tempel, in Ruinen versteckt. Räume voller Staub, Blut – und Erinnerungen. In einem Raum lag ein altes Schwert. Eingebettet in Asche. Davor zwei Masken aus Obsidian – eine war zerbrochen. "Hier starb sie," sagte er leise. "Die Frau, die ich hätte retten sollen. Weil ich ihn – meinen Bruder – nicht aufhalten konnte." Sie kniete sich vor das Schwert, berührte den Griff. Und eine Vision durchzuckte sie. Flammen. Eine Frau mit weißen Augen, von Runen umgeben, wie in einem Bann. Und er – ihr Gefährte – zwischen ihr und einem anderen. Einem, dessen Augen silbern glühten. Er hatte nicht gezögert. Er hatte sie getötet. Um ihn zu retten. Sie riss

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