Dann spürten sie es beide. Ein Riss in der Welt. Kein Laut, kein Blitz – nur das unheimliche Gefühl, dass etwas hineinstarrte. Und dann trat er aus dem Schatten. Nicht wie er – nicht geboren aus Nacht und Bindung, sondern aus Zorn. Ein Mann, ganz in Schwarz, mit leuchtend silbernen Augen. Kein Geräusch kündigte ihn an. Keine Bewegung war zu hören. Doch seine Präsenz schnitt wie eine Klinge durch den Raum. Sie spannte sich sofort an. Ihre blaue Augen verengten sich, ihre Finger schlossen sich fester um das Messer. Er, der Wolfsmann, trat vor sie. Schutzinstinkt brannte in seinem Blick. "Bleib hinter mir." Doch der Fremde lachte. "Wieder willst du sie retten? Wie damals?" Seine Stimme war seidig, grausam. "Wirst du diesmal treuer sein?" Die Worte trafen ihn wie ein Schlag. Seine Schul

