Sie rückte näher, legte die Stirn an seinen Rücken, wo das Muster schwach pulsierte. "Du trägst sie… aber du bist nicht sie," flüsterte er. "Und das macht mir mehr Angst, als alles, was ich je bekämpft habe." Sie küsste die Stelle zwischen seinen Schulterblättern, ganz sacht. "Vielleicht ist es Zeit, dass der Schatten einen neuen Schwur wählt," sagte sie, während ihre Finger langsam die Linie der Rune nachfuhren – nicht um sie zu löschen, sondern um ihr Bedeutung zu geben. Und draußen… regte sich etwas. In der Tiefe der Stadt. In der Tiefe ihrer Vergangenheit. Etwas, das ihn rief. Etwas, das sie nicht ignorieren konnten. Die Nacht schien schwerer geworden zu sein. Als hätte sich ein Schleier über die Stadt gelegt – dichter, dunkler als gewöhnlich. Er spürte es zuerst. Ein Zittern t

