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Das abgelehnte Schicksal des Alphas

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„Ich, Kaelen Blackwood, zukünftiger Alpha des Blood Moon Rudels, lehne dich, Elara Vance, als meine Schicksalsgefährtin ab.“

Achtzehn Jahre als „Omega-Zwerg“ des Rudels hätten Elara auf ein hartes Leben vorbereiten sollen. Aber nichts hätte sie auf die seelenzerstörende Qual einer öffentlichen Zurückweisung in der Nacht ihrer ersten Verwandlung vorbereiten können. Von ihrem Schicksalsgefährten abgelehnt, von seiner neuen Auserwählten Luna verspottet und in den von Raufbolden bevölkerten Wäldern dem Tod überlassen, hätte Elaras Geschichte eigentlich im Schlamm enden müssen.

Aber die Mondgöttin hat einen verdrehten Sinn für Humor.

Anstatt zu sterben, erwacht Elaras Wolf als legendärer Weißer Wolf – ein Wesen aus Mythos und unvergleichlicher Macht. Gefunden und geformt von Silas Vane, dem furchterregenden Schatten-Alpha und größten Feind ihres Gefährten, ist Elara nicht mehr das Mädchen, das sich in den Schatten duckt.

Drei Monate später erscheint eine mysteriöse Frau namens Lyra bei der Thronbesteigungszeremonie von Alpha Kaelen. Sie ist elegant, mächtig und hängt am Arm des gefährlichsten Mannes der Welt.

Kaelens Wolf schreit. Die Verbindung, die er für gebrochen hielt, pulsiert nun mit aller Macht. Er ist besessen von der Fremden in dem schattenfarbenen Seidenkleid, ohne zu erkennen, dass sie der „Fehler“ ist, den er weggeworfen hat.

Nun hat Elara die Wahl: den Gefährten zurückzugewinnen, der sie gebrochen hat, oder sein Königreich mit dem Alpha, der sie aufgebaut hat, niederzubrennen.

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Kapitel 1
Der Paarungsmond war für das Blutmond-Rudel nicht nur eine Zeremonie, sondern auch ein Urteil. Und heute Abend würde ich als unzulänglich befunden werden. „Hör auf, herumzuzappeln, Elara. Du siehst aus wie ein nervöses Kaninchen, das von Wölfen umzingelt ist“, zischte meine Stiefmutter und drückte mir unnötig fest ihre Finger in die Schulter, während sie den dünnen Träger meines billigen Secondhandkleides zurechtzupfte. „Ich bin von Wölfen umgeben, Martha“, flüsterte ich und hielt meinen Blick gesenkt. „Werde nicht frech. Versuch einfach, deinen Vater heute Abend nicht in Verlegenheit zu bringen. Bleib im Schatten. Bete, dass niemand die Omega-Zwergin bemerkt.“ Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter und nickte. Ich war heute achtzehn geworden. Heute Nacht sollte mein Wolf erwachen, heute Nacht sollte ich meinen Schicksalsgefährten spüren. Aber ich machte mir keine Illusionen. Ich hatte mich noch nicht verwandelt. Ich war klein, unscheinbar und die Tochter eines in Ungnade gefallenen Omegas. In einem Rudel, das rohe Kraft und reine Blutlinien über alles schätzte, wurde ich kaum toleriert. Der heilige Hain war erfüllt vom Duft von Kiefern, feuchter Erde und den überwältigenden, moschusartigen Pheromonen von dreihundert verwandelten Wölfen, die darauf warteten, dass der Mond seinen höchsten Stand erreichte. Die Luft vibrierte vor Knurren und aufgeregtem Geschwätz. Fackeln warfen lange, flackernde Schatten auf die uralten Bäume. In der Mitte der Lichtung stand die Elite. Die Alpha-Familie. Und er. Kaelen Blackwood. Der zukünftige Alpha. Selbst wenn er stillstand, war Kaelen furchteinflößend. Er war größer als alle anderen, hatte breite Schultern und schwarzes, strubbeliges Haar, das sein Gesicht umrahmte, das wie aus Granit gemeißelt schien. Er strahlte Kraft aus wie ein Hochofen. Er hatte noch nicht einmal seinen Alpha-Eid abgelegt, aber das Rudel verneigte sich bereits vor ihm. Er war alles, was ich nicht war. Mächtig. Respektiert. Tödlich. Neben ihm stand Seraphina, die Tochter des Betas. Sie war wunderschön, grausam und hatte mir seit unserer Kindheit das Leben zur Hölle gemacht. Sie trug ein rotes Seidenkleid, das sich an ihre Kurven schmiegte, und hatte ihren Arm besitzergreifend um Kaelens gelegt. Sie waren noch kein Paar – noch nicht –, aber alle gingen davon aus, dass sie es werden würden. Sie waren das perfekte Machtpaar: Stärke gepaart mit Grausamkeit. Ich drückte mich gegen die raue Rinde einer Eiche und versuchte, unsichtbar zu werden. Lass es einfach vorbei sein. Lass den Mond vorbeiziehen, damit ich wieder ignoriert werden kann. Über uns lichteten sich die Wolken. Der Vollmond, riesig und silbern, tauchte den Hain in strahlendes Licht. Ein kollektives Heulen zerriss die Luft, als die Verwandlung die alten Wölfe erfasste. Knochen knackten, Fell spross, und massive Bestien ersetzten die Menschen. Die Energie auf der Lichtung stieg zu rasender Ekstase an. Und dann traf es mich. Es war kein sanftes Klopfen auf die Schulter. Es war ein Vorschlaghammer für meine Seele. Ein Geruch durchdrang die chaotischen Gerüche des Rudels. Er war scharf, berauschend – wie Ozon kurz vor einem Blitzschlag, gemischt mit tiefem, reichhaltigem Zedernholz. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, nicht aus Angst, sondern aus einer plötzlichen, verzweifelten Sehnsucht heraus. Mein innerer Wolf, der achtzehn Jahre lang geschlummert hatte, regte sich plötzlich. Er erwachte nicht nur, er brüllte. PARTNER. Das Wort hallte in meinem Kopf wider, ursprünglich und unbestreitbar. Mein Atem stockte. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Ich trat aus dem Schatten hervor, meine Augen suchten verzweifelt die Umgebung ab und folgten dem unsichtbaren Faden, der an meinem Innersten zerrte. Mein Blick fiel auf die Mitte der Bühne. Kaelen war erstarrt. Er hörte mitten im Satz auf, mit Seraphina zu sprechen. Er hob den Kopf, seine Nasenflügel blähten sich, als er scharf einatmete. Seine raubtierhaften goldenen Augen suchten wild und suchend die Menge ab, bis sie auf meine trafen. Die Welt stand still. Der Lärm der Meute verblasste zu einem dumpfen Summen. Er war es. Kaelen Blackwood, der zukünftige Alpha-König, war mein Schicksalsgefährte. Die Mondgöttin musste einen verdrehten Sinn für Humor haben. Das schwächste Glied gepaart mit dem Spitzenprädator. Eine Welle purer, schwindelerregender Freude überkam mich. Vielleicht war es das. Vielleicht war ich doch nicht wertlos. Das Schicksal hatte mich für ihn ausgewählt. Kaelen ließ Seraphinas Arm los, als würde er ihn verbrennen. Er machte einen Schritt auf mich zu, dann noch einen. Die Menge teilte sich augenblicklich für ihren zukünftigen Anführer und bildete einen g**g zwischen uns. Mein Herz schlug höher. Er kam auf mich zu. Aber als er näher kam, begann sich die Freude in meinem Magen zu verdichten. In seinen Augen lag keine Verehrung. Es lag kein Staunen darin. Es lag nur kalte, harte Wut darin. Kaelen blieb zwei Fuß vor mir stehen. Aus der Nähe war er überwältigend. Die Hitze, die von seinem Körper ausging, war intensiv. Er sah auf mich herab, seine Lippen verzogen sich angewidert, als er mein geflicktes Kleid, meine zitternden Hände und meine unbedeutende Gestalt betrachtete. „Du“, spuckte er. Das Wort war ein Fluch. Ich zitterte, mein Wolf winselte in mir, verwirrt von seiner Aggression. „Kaelen ... ich ...“ „Sprich mich nicht an.“ Seine Stimme war leise, ein gefährliches Alpha-Knurren, das meine Knie weich werden ließ. „Wie ist das möglich? Die Mondgöttin macht einen Fehler.“ Seine Worte waren wie Eiswasser in meinen Adern. „Einen Fehler?“, flüsterte ich. Seraphina hatte sich hinter ihn geschlichen. Als sie sah, wen Kaelen anstarrte, verzog sich ihr perfektes Gesicht zu einem spöttischen Grinsen. „Elara? Die Omega-Zwergin? Oh, Kaelen, doch nicht etwa. Sie hat sich noch nicht einmal verwandelt. Sie ist praktisch ein Mensch.“ Kaelen sah Seraphina nicht einmal an. Seine goldenen Augen brannten sich in meine. Die Intensität der Paarbindung zog mich an, drängte mich, mich zu unterwerfen, ihn zu trösten, aber seine Aura schlug mich nieder. „Ich brauche eine Luna, die stark ist“, verkündete Kaelen, und seine Stimme hallte durch den plötzlich still gewordenen Hain. Das gesamte Rudel sah nun zu. „Ich brauche eine Partnerin, die Krieger führen kann. Die Respekt einflößt.“ Er trat näher, ragte über mir auf, sein Schatten verschlang mich vollständig. Er packte mein Kinn, sein Griff hinterließ blaue Flecken und zwang mich, zu ihm aufzublicken. Die Verbindung, wo Haut auf Haut traf, sandte elektrische Schocks durch mich hindurch, die mich vor l**t quälten. „Sieh dich an“, spottete er. „Du bist schwach. Du bist ein Nichts. Du wärst ein Schandfleck für mein Vermächtnis.“ „Bitte“, flehte ich, Tränen stiegen mir in die Augen. Der Schmerz seiner Ablehnung setzte bereits ein, ein dumpfer Schmerz in meiner Brust. „Kaelen, es ist Schicksal. Wir sind miteinander verbunden.“ „Das Schicksal hat sich geirrt.“ Er ließ mein Kinn los und stieß mich so heftig, dass ich rückwärts stolperte. Ich fiel auf den feuchten Boden und schürfte mir die Hände auf. Kaelen stand über mir, vom Mond umrandet, und sah aus wie ein rachsüchtiger Gott. Er holte tief Luft und beschwor die uralte Kraft seines Geschlechts herauf. „Ich, Kaelen Blackwood, zukünftiger Alpha des Blood Moon Rudels, lehne dich, Elara Vance, als meine Schicksalsgefährtin ab.“ Stille. Absolute, schreckliche Stille. Dann kam der Schmerz. Es war kein emotionaler Schmerz. Es war körperliche Qual. Es fühlte sich an, als hätte eine Peitsche aus Stacheldraht meine Seele gegeißelt. Es war ein brennendes Feuer in meinen Adern, ein Knacken in meiner Brust, als die neu entstandene Verbindung gewaltsam auseinandergerissen wurde. Ich schrie. Ich rollte mich auf dem Boden zusammen, umklammerte meine Brust und rang nach Luft, die nicht kommen wollte. Mein Wolf heulte vor Qual in meinem Kopf, ein Laut purer Verzweiflung. Durch den Schleier des Schmerzes hörte ich Seraphina lachen. Es war ein kaltes, klirrendes Geräusch. Ich blickte durch meine Tränen hindurch auf. Kaelen hatte nicht einmal gezuckt, als unsere Verbindung zerbrach. Er fühlte nichts. Er wandte sich bereits von mir ab und streckte die Hand aus, um Seraphina an seine Seite zu ziehen. „Schafft sie mir aus den Augen“, befahl Kaelen, ohne sich an jemanden Bestimmten zu wenden. „Sie ruiniert mir die Aussicht.“ Meine Stiefmutter war sofort zur Stelle und riss mich an den Haaren auf die Beine. „Du nutzlose kleine Närrin“, zischte sie mir ins Ohr. „Du konntest nicht einmal mit Würde abgelehnt werden.“ Ich konnte nicht atmen. Der Schmerz verschlang mich vollständig. Aber schlimmer als der Schmerz war die Erkenntnis. Er hatte mich nicht nur abgelehnt. Er hatte es genossen. Er hatte sich für die Macht entschieden. Er hatte sich für Seraphina entschieden. Ich sah Kaelens breiten Rücken ein letztes Mal an, als er mit Seraphina am Arm auf die Alpha-Plattform zuging. Er hatte mich ohne zu zögern gebrochen. Ich riss meinen Arm aus dem Griff meiner Stiefmutter. Ich konnte nicht hierbleiben. Ich konnte diese Luft nicht mehr atmen. Ich drehte mich um und rannte los. Ich rannte blindlings in den dunklen, dichten Wald, der den Hain umgab. Ich rannte weg vom Licht, weg von der Meute und weg von dem Jungen, der gerade meine Seele zerbrochen hatte. Ich wusste nicht, wohin ich lief, aber eines wusste ich: Elara, die schwache Omega, war heute Nacht auf diesem schmutzigen Boden gestorben. Wenn ich den Wald überlebte, würde ich auf der anderen Seite als völlig anderer Mensch wieder auftauchen.

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