Der Pakt der Verlorenen-1e

1451 Words

Das Feuer war längst erloschen, doch seine Wärme lag noch zwischen uns. Isla saß schweigend neben mir, ihre Finger streiften ab und zu meine, als wollte sie sprechen, fand aber die Worte nicht. Draußen herrschte Stille in der Nacht. Kein Heulen. Keine Drohungen. Nur wir und die drückende Luft zwischen dem Verlorenen und dem, was zu heilen suchte. „Du bist zu still“, sagte ich und wandte mich ihr zu. Sie sah mich nicht an. „Ich lausche der Stille. Sie ist selten.“ Ich schluckte. „Ist sie friedlich … oder schmerzhaft?“ Sie lächelte schwach, den Blick weiterhin in die Dunkelheit gerichtet. „Beides.“ Ich griff nach ihrer Hand und hielt sie diesmal ganz fest. „Du musst das nicht alles allein tragen, Isla.“ „Das sagst du“, flüsterte sie, „aber ich sehe, wie du mich ansiehst. Als würde ich

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