Lunas Fluch-1a

640 Words

Der Vollmond hing schwer am Himmel, ein bleiches, silbernes Auge, das über den unruhigen Wald wachte. Ich spürte es, bevor ich es sah – eine Kälte, die mir bis in die Knochen fuhr, eine Krankheit, die wie Rauch durch die Luft kroch. Das Rudel war unruhig, ihr Heulen wurde von Hustenanfällen unterbrochen, ihre Augen glasig und stumpf. Das war nicht nur Angst oder Erschöpfung. Es war etwas Düstereres. „Kael“, flüsterte ich, meine Stimme kaum fest, als ich seinen Arm berührte. „Irgendetwas stimmt nicht.“ Er sah mich an, Sorge zeichnete sich in seinen scharfen Gesichtszügen ab. „Was meinst du? Was ist los?“ Ich schluckte schwer, der schwere Druck in meiner Brust wuchs. „Es ist der Fluch … Lunas Fluch. Er breitet sich aus.“ Kaels Augen verdunkelten sich vor einem Sturm der Gefühle – Angst,

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