Echos des Heulens-1c

1443 Words

Ich beobachtete sie vom anderen Ende des Feuers aus. Das Mal auf ihrer Brust war nicht verblasst. Es pulsierte im Rhythmus eines zweiten Herzens – etwas Uraltes, etwas, das ihr nicht ganz gehörte. Es warf ein sanftes Licht auf ihre Haut, doch es strahlte keine Wärme aus. Nur eine Warnung. Isla saß in einen meiner Umhänge gehüllt da, die Arme um die Knie geschlungen, den Blick verloren im Flackern der Flammen. Seit dem Heulen hatte sie kaum gesprochen. Seit die Erde zurückgeflüstert hatte. Ich schürte das Feuer, nur um irgendetwas zu tun. „Es tut immer noch weh“, sagte sie plötzlich. Ich sah auf. „Das Mal?“ Sie nickte. „Nicht äußerlich. Nur … innerlich. Als würde es unter meiner Haut kriechen und nach etwas suchen.“ Ich überbrückte die Distanz zwischen uns und hockte mich vor sie. „D

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