Echos des Heulens-1b

699 Words

Der Wald war wieder still. Aber nicht auf eine beruhigende Art. Diese Stille fühlte sich erdrückend an, wie ein zu lange angehaltener Atemzug. Als ob die Erde selbst lauschte. Ich hielt Isla fest im Arm. Ihre Haut schimmerte noch immer von dem Mal, das unter ihrem Schlüsselbein schwach pulsierte. Es war nicht verblasst. Im Gegenteil, es wirkte lebendiger denn je. „Isla“, flüsterte ich und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Erzähl mir. Was hast du gefühlt?“ Ihre Lippen öffneten sich, aber sie sprach nicht sofort. Ihre Brust hob sich mit einem flachen Atemzug. Ich merkte, dass sie etwas zurückhielt. „Es … hat zu mir gesprochen“, sagte sie schließlich. Ich spannte mich an. „Die Stimme?“ Sie nickte mit großen, unsicheren Augen. „Sie hat mich nicht nur gerufen. Sie war *in* mir.

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