Visionen in Blut-1b

704 Words

Kael rührte sich einen Moment lang nicht. Er stand einfach neben mir und starrte auf die Stelle, wo der Schatten verschwunden war. Sein Atem ging stockend und kontrolliert. Als hielte er etwas zurück – Wut vielleicht. Oder Angst. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, murmelte er. „Nicht so. Nicht in aller Öffentlichkeit.“ „Es wollte mich“, flüsterte ich, die Worte blieben mir im Hals stecken. „Nicht dich. Nur … mich.“ Er sah mich an, sein Blick finster. „Weil du die Einzige bist, die es noch nicht gebrochen hat.“ Der Raum wirkte jetzt zu klein. Die Luft zu dünn. Meine Haut brannte noch immer dort, wo das Siegel schwach pulsierte, und ich schwor, ich könnte es unter der Oberfläche kriechen spüren, als wäre es lebendig. „Was *ist* die Leere?“, fragte ich ihn. Kael setzte sich neben mic

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