Kael rührte sich nicht. Sein Körper versperrte den Türrahmen wie ein Schild, doch ich spürte die Anspannung, die von ihm ausging – angespannt, misstrauisch, verkrampft. „Du lügst“, sagte er kalt. „Sie ist tot. Das haben alle gesagt.“ Die Frau zuckte nicht zusammen. „Weil sie dich das glauben lassen wollten. Dass sie verschwunden ist. Dass die Leere sie geholt hat. Aber es stimmte damals nicht … und es stimmt auch jetzt nicht.“ Ihr Blick huschte wieder zu mir. Ich spürte ihn wie ein Gewicht – fest, prüfend. Nicht unfreundlich, aber auch nicht sanft. „Du bist Isla“, sagte sie. „Die Traumwandlerin. Die mit den silbernen Augen.“ Ich machte einen kleinen Schritt vorwärts. „Wer bist du?“ Sie lächelte nicht. „Mein Name ist Elira. Ich war einst Teil des Rates … bevor sie die Wahrheit vergrub

