Visionen in Blut-1e

724 Words

Dunkelheit verschlang uns. Nicht nur Schatten – etwas *Dichteres*. Schweres. Als wäre die Luft zu schwarzer Seide geworden, die sich um meinen Hals wickelte und zuzog. „Elira?“, rief ich. Meine Stimme hallte wider, zu laut, dann verstummte sie. Keine Antwort. Nur Kaels Hand, die meine fand, rau und fest. „Ich bin hier“, sagte er leise. „Beweg dich nicht.“ Ich konnte ihn nicht sehen – nicht richtig –, nur das schwache Schimmern des Metalls an seiner Hüfte, den Schatten seiner Gestalt. Dann – Ein Geräusch. Kein Knurren. Kein Schrei. Ein *Klicken*. Wie Knochen auf Knochen. Nah. Zu nah. „Hier ist etwas“, flüsterte ich. Kael antwortete nicht. Aber sein Griff verstärkte sich. „Elira“, rief er in die Dunkelheit, „sag etwas.“ Stille. Dann ein Rascheln hinter uns. Ich drehte mich

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