Visionen in Blut-1f

1227 Words

Die Gestalt bewegte sich wie Rauch – nicht gehend, sondern gleitend, ihre Konturen mit jedem Schritt verschwammen. Sie sprach nicht. Sie brauchte es nicht. Die Luft umgab sie schwer und erfüllt von einer Stille, die mir in den Knochen schmerzte. Kael trat vor mich, die Klinge gezogen, doch selbst er wirkte erschüttert. Das Feuerlicht flackerte wild und kämpfte darum, seine Form zu bewahren. „Das ist kein Echo“, knurrte er. „Das ist es. Das ist die Leere selbst.“ Elira hob die Hände und sang in einer Sprache, die den Boden erzittern ließ. Runen leuchteten unter unseren Füßen – alte, halb von Moos und Zeit begraben. Ein Schild, vielleicht. Eine letzte Verteidigungslinie. Doch die Leere zuckte nicht. Sie blieb knapp außerhalb des Kreises stehen und neigte den Kopf zu mir. Mein Mal loder

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