Flügel unter ihrer Haut-1h

804 Words

Der Sturm legte sich nicht. Weder draußen noch in mir. Ich stand auf der Lichtung, Kaels Arme um mich geschlungen. Das Gewicht meiner Flügel war mir noch immer fremd, schwer und doch elektrisierend – als läge Donner unter meiner Haut. „Das wollte ich nicht“, flüsterte ich gegen seine Brust. „Ich weiß“, murmelte er. „Es spielt keine Rolle.“ „Doch.“ Ich löste mich ein wenig von ihm, um ihn anzusehen. Sein Gesicht war vom flackernden Himmel erleuchtet, seine Augen dunkel, sein Kiefer angespannt, doch seine Hände ließen mich nicht los. „Alles hat sich verändert.“ Er widersprach nicht. Stattdessen hob er die Hand und strich mir mit dem Daumen über die Wange. „Also verändern wir uns mit ihm.“ Ich lachte – leise, bitter, zittrig. „Du lässt es so einfach klingen.“ „Ist es nicht. Aber wir

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